Haunstetten muss sich dem Spitzenreiter HSC Bad Neustadt stark ersatzgeschwächt mit 17:24 (9:11) geschlagen geben.

Die Vorzeichen vor der Partie konnten schlechter gar nicht sein; zu Gast der ungeschlagene Tabellenführer aus Bad Neustadt und gleichzeitig ein unbeschreibliches Verletzungs- & Krankheitspech. Haunstetten musste auf sage und schreibe 10 etatmäßige Spieler der ersten Mannschaft verzichten. „Solch eine Situation habe ich in all den Jahren in denen ich nun als Spieler und Trainer im Sport unterwegs bin noch nicht erlebt,“ äußerte sich Co-Trainer Ebert vor dem Spiel. Gott sei dank konnte man sich auf die Unterstützung aus dem eigenen Nachwuchs und der Reserve verlassen. Fazit dieser Konstellation: Wille und Einsatzbereitschaft sind nicht zu verachtende Tugenden!

Die zusammengewürfelte Haunstetter Truppe machte dem teilweise behäbig auftretenden designierten Meister aus Bad Neustadt das Leben so schwer wie man nur konnte. Und das mit Erfolg; Bad Neustadt fand vor allem offensiv gegen die giftigen Gastgeber überhaupt nicht in die Spur. Die knappe 7:6 Führung der Augsburger nach rund 20 Minuten ging vollkommen in Ordnung. Erst kurz vor der Pause wurde der HSC seiner Favoritenrolle ein wenig gerecht und ging erstmals mit 2 Toren in Führung.

Auch nach der Halbzeit war von einer 2-Klassen-Gesellschaft nichts zu erkennen. Haunstetten verteidigte weiterhin mit viel Leidenschaft, ließ nun aber in der Chancenverwertung nach. So zogen die Gäste zwar wenig überzeugend aber dennoch stetig davon. Haunstetten fehlten an dem Tag schlichtweg die Mittel, um dem großen Favoriten vielleicht doch noch ein Bein stellen zu können. Die Partie endete mit einer 7-Tore Niederlage, dennoch gab es viel Applaus von den Rängen.

„Ein großes Dankeschön an all die Spieler aus der Zweiten, die bereit waren uns heute zu helfen, obwohl sie im Anschluss an das Spiel gleich selbst noch in der Landesliga antreten mussten. Das zeigt, dass der Zusammenhalt in Haunstetten groß geschrieben wird. Die Leute spielen hier weil es Spaß macht und nicht weil man sich ein bisschen etwas dazu verdienen will. Gemessen an den Umständen unter denen wir heute hier antreten mussten bin ich mit der Leistung absolut zufrieden. Wir haben unser Bestes gegeben und ein achtbares Ergebnis erzielt, auch wenn das vielleicht auf dem Papier nicht so wirkt,“ richtete Trainer Rothfischer seinen Dank an die Spieler der Zweiten und gab zugleich einen Ausblick für die Seinen auf die kommenden Wochen: „Nichtsdestotrotz haben wir leider wieder Punkte abgegeben müssen, während die Konkurrenz gepunktet hat. Jetzt haben wir eine Woche Ruhe und dann beginnen für uns die Wochen der Wahrheit mit einigen Spielen gegen die direkte Konkurrenz. Diese Spiele werden sicherlich mitentscheidend über unsere weitere Zugehörigkeit in der Bayernliga sein. Mehr muss ich meiner Mannschaft hoffentlich nicht sagen, um ihr die Wichtigkeit klarzumachen.“

TSV: Rothfischer, Winter (Tor); Smotzek (4/2); Plank (4); Paulik, Schnitzlein, Singer, Wiesner (je 2); Besel, De Carlo, Walker,