Erschreckend schwach | Augsburger Panther kassieren verdiente Packung gegen Schwenningen

Die Augsburger Panther hatten in einem wichtigen Duell um die Playoffränge Schwenningen zu Gast. Nach einer erschreckend schwachen Leistung musste sich der AEV deutlich geschlagen geben.

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Der AEV lief oft hinterher | Foto: Wolfgang Czech

Was der Sieg unter der Woche in Nürnberg wert war, sollte sich erst nach dem heutigen Spiel beweisen. Die Augsburger Panther mussten im direkten Duell um die Playoffränge gegen Schwenningen nachlegen. In diesem wichtigen Spiel übernahm erstmals Neuzugang David Kickert die Position im AEV-Tor.

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David Kickert gab sein DEL-Debüt | Foto: Wolfgang Czech

Richtig viel zu tun bekam er in einem ausgeglichenen ersten Drittel ebenso wenig, wie sein Gegenüber. Die beste Chance im Auftaktdrittel hatten die Gastgeber kurz vor der Pause, doch Schwenningens Eriksson bewies in dieser Szene seine gute Form.

Erschreckend schwach

So sollte es fürs Erste auch nach dem Seitenwechsel weitergehen. Die erste Überzahlsituation für die Wildwings brachte dann aber die Gästeführung. Eigentlich hatte Augsburg mit einem Mann mehr agiert, doch 30 Sekunden später mussten auch Stieler und dann auch noch LeBlanc vom Eis. Die Schwarzwälder nützten den Platz auf dem Eis und gingen durch einen Distanzschuss von Robak in Führung (27.). Der Treffer schien dem SERC Auftrieb zu geben, Augsburger Offensivaktionen waren nun Raritäten. Was jetzt passierte war demzufolge zu erwarten. Innerhalb von 2:14 Minuten kassierte der AEV zwei weitere Treffer. Beide Male hatte die Defensive keinen Zugriff auf ihre Gegenspieler bekommen, Rogl zudem vor dem 0:3 dem eigenen Keeper die Sicht genommen. Hadraschek und Huss durften sich als Torschützen feiern lassen. Das 0:4 durch Bourke war der Schlusspunkt auf ein erschreckend schwaches Drittel der Panther. Ideenlos und ohne den nötigen Biss hatten sie gegen das ordentliche Team von Neckerursprung nicht viel auszusetzen.

Für Schwenningen war nun die Zeit der Ergebnisverwaltung gekommen, für ein AEV-Comeback hätte es aber ein Wunder benötigt, dieses blieb aus. Im Gegenteil. Kaum waren die Gäste nach einem enttäuschenden Augsburger Überzahlspiel wieder komplett, klingelte es zum fünften Mal im Kasten der Hausherren. Augsburg hatte im Angriff die Scheibe verloren, dann ging es schnell und viel zu einfach. Als Kickert zu allem Überfluss auch noch die Scheibe nicht im Fanghandschuh untergebracht hatte, durfte der frühere AEVler Daniel Weiß abstauben.

Nach diesem chancenlosen Auftritt und sechs Spielen ohne volle drei Punkte (ein Sieg nach Overtime in Nürnberg) vergrößerte sich der Abstand auf Rang 4 auf sechs Punkte. Was schlimmer wiegt ist, dass in der aktuellen Form vor den Spielen gegen Südspitzenreiter Mannheim und den Tabllenführer der Nordgruppe Berlin wenig Anlass zur Hoffnung besteht.

AEV: Kickert, Keller– Haase, Tölzer, Valentine, Rogl, Viveiros, Bergman, Sezemsky – Sternheimer, Payerl, Holzmann, Kharboutli, LeBlanc, Stieler, Trevelyan, Eisenmenger, Clarke, Hafenrichter, Abbott, McClure

Tore: 0:1 Robak (Thuresson/Bourke)  27. 0:2 Hadraschek (Thuresson/Bourke) 31., 0:3 Huss (Spink) 33., 0:4 Bourke (Thuresson/Weber) 40., 0:5 D.Weiss (A.Weiss/Möchel) 49.

Schiedsrichter: Schukies, Kopitz | Hofer, Römer Strafzeiten: Augsburg 4  – Schwenningen 8

Zuschauer: keine Zuschauer zugelassen