Erste Impfstofflieferung in Schwaben eingetroffen

Bayerns Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek nahm gemeinsam mit Sozialministerin Carolina Trautner und Landrat Dr. Klaus Metzger am Samstag am Impfzentrum in Dasing die ersten Glasvials (Fläschchen) aus der für ganz Bayern bestimmten Erstlieferung von insgesamt 9.750 Impfdosen gegen das Coronavirus für seine Heimatregion Schwaben entgegen.

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Holetschek erklärte: „Um den sensiblen Impfstoff bestmöglich zu schützen, wird er in speziellen und ultratiefgekühlten Thermoversandbehältern des Herstellers transportiert. Jeder dieser Behälter fasst bis zu 4.875 Impfdosen.“ Die bis zum Jahresende vom Bund angekündigten zusammen 214.500 Impfdosen für Bayern werden in mehreren Thermoversandbehältern angeliefert und anschließend von den acht zentralen Lagerstandorten in allen Regierungsbezirken zu den örtlichen Impfzentren gebracht.

Der Gesundheitsstaatssekretär erläuterte: „Schwaben erhält mit der heutigen Erstlieferung insgesamt 1.400 Impfdosen für seine Impfzentren. Bis zum Jahresende sind für Schwaben weitere rund 30.000 Impfdosen vorgesehen. Für eine bedarfsgerechte Lieferung sowie zur Gewährleistung der vorgeschriebenen doppelten Impfung wird von diesen Lieferungen jeweils die Hälfte der Impfstoffdosen zurückgestellt und in den zentralen Lagerstandorten zwischengelagert.“ Im Regierungsbezirk Schwaben wurden innerhalb kürzester Zeit in den 14 Landkreisen und kreisfreien Städten insgesamt 19 Impfzentren errichtet, die nun den begehrten Impfstoff erhalten.

Der für das Impfzentrum Dasing verantwortliche Landrat Dr. Klaus Metzger betonte: „Mit Hochdruck haben wir daran gearbeitet, alle Vorbereitungen pünktlich abzuschließen. Ich danke allen, die geholfen haben, die Herausforderungen zu stemmen. Auch im Wittelsbacher Land starten die Impfungen mit Mobilen Teams gemäß der Priorisierungsliste selbstverständlich am 27. Dezember.“

Welche Einrichtungen den Impfstoff zuerst erhalten, wird durch die Kreisverwaltungsbehörde vor Ort und unter Beachtung der Vorgaben der Priorisierung in der Impfverordnung des Bundes festgelegt. Holetschek ergänzte: „Es ist unsere gesellschaftliche Pflicht, die Menschen besonders zu schützen, für die das Virus ein besonders schwerwiegendes Risiko darstellt: Das sind insbesondere unsere hochbetagten Mitbürgerinnen und Mitbürger. Diese leben oft in Senioren- und Pflegeeinrichtungen.“

Damit die gläsernen Fläschchen mit dem Impfstoff sicher ankommen, werden sie vom Hersteller in Thermoversandbehälter verpackt. Jeder dieser Behälter kann bis zu 4.875 Impfdosen in fünf Gebinden ultratiefgekühlt zu den zentralen Lagerstandorten transportieren. Von dort aus wird der Impfstoff zu den örtlichen Impfzentren transportiert und durch die Mobilen Impfteams in den Einrichtungen verimpft.

Holetschek betonte: „Die Vorbereitungen für den Impfbeginn laufen auf vielen Ebenen bereits seit vielen Wochen. Und das zahlt sich nun aus.“ Zur Unterstützung und für einen wirksamen Schutz der vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Impfzentren sowie den Mobilen Impfteams stellte der Freistaat Bayern außerdem für die Anlaufphase zusätzlich Starterkits mit Persönlicher Schutzausrüstung zur Verfügung. Jedes dieser PSA-Starterkits umfasst mehrere tausend Schutzmasken sowie Schutzkittel, Einweghandschuhe und Augenschutz.

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Holetschek: „Es ist kein kleiner Pieks“ | Foto: Christoph Bruder

Klaus Holetschek hob hervor: „Die Möglichkeit einer Impfung ist ein kleiner Pieks für den Einzelnen, aber für alle ein großer Schritt in Richtung Normalität. Wir dürfen dabei jedoch keinesfalls außer Acht lassen, dass das Virus nach wie vor grassiert und eine Infektion für einige Menschen schwerwiegende Gesundheitsfolgen verursachen kann. Ich appelliere daher an jeden, sich weiterhin gewissenhaft an die Hygieneregeln zu halten und vor allem die zu schützen, die sich (noch) nicht selbst vor dem Virus schützen können.“