Es geht Schlag auf Schlag bei den Eigner Angels aus Nördlingen. Durch den Doppelspieltag zum Saisonauftakt empfangen sie im dritten Spiel innerhalb von neun Tagen an diesem Samstagabend (18:45) die GISA Lions MBC aus Halle, die ihrerseits erst ein Ligaspiel bestritten. Grund dafür ist die Ligenstärke von nur elf Mannschaften, wodurch an jedem Spieltag eine Mannschaft zum Pausieren gezwungen ist.

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Mit dem Elan und der Grazie einer Weltmeisterschaftshalbfinalistin (im Bild Sami Hill gegen ALBA Berlin) und den Zuschauern im Rücken wollen die Eigner Angels ihre Gäste aus Halle bezwingen. Foto: Jochen Aumann

Vor rund 14 Jahren gab sich das große ALBA Berlin letztmalig die Ehre in der Nördlinger Hermann-Kessler-Halle. Damals in der BBL, heute in der DBBL. Die Albatrosse sind für die Gäste aus der größten Stadt Sachen-Anhalts keine Unbekannte, kämpften beide Mannschaften doch gegeneinander um den Einzug in die dritte Runde des Pokalwettbewerbs. Während Nördlingen den amtierenden Deutschen Meister in deren Halle in 40 Minuten mit einem unglaublichen Pounds-Dreier wortwörtlich aus dem Wettbewerb warf, benötigten die Lions gegen die Hauptstädter zusätzlich noch eine Overtime, um den Einzug in die nächste Runde perfekt zu machen. Eine Woche später folgte dann am zweiten Spieltag eine ähnlich hohe Lions-Niederlage gegen Hannover, wie sie auch Nördlingen aufzuweisen hat.

Unter dem Strich treffen am Samstag also zwei Mannschaften aufeinander, die mehr oder weniger im Gleichschritt durch die bisherige Saison marschieren. Das hat gewissermaßen Tradition, trennten die beiden Kontrahenten in den vergangenen Saisons regelmäßig nur wenige Tabellenplätze am Ende der Hauptrunde, wobei die Damen aus dem Ries bei Spielen gegen Halle oft das Nachsehen hatten. Ob die Löwinnen auch in dieser Saison Nördlingens Angstgegnerinnen sind, wird sich zeigen.

Halles „Gerüst“ besteht aus der aus Wasserburg bekannten Sarah Mortensen, die im Spiel gegen Hannover 29 Punkte auflegte, der ehemaligen Jugend-Nationalspielerin Meret Kleine-Beek, Barbora Kasparkova, Laura Schinkel und dem Neuzugang Alexis Pana. Jasmine Gill und die beiden Center Uju Ugoka und Elea Gaba fehlten beim Spiel gegen Hannover verletzungsbedingt. Auch Nördlingens Centergarde lichtete sich ungewollt, verletzte sich US-Amerikanerin Julia Ruzevich beim Spiel gegen Berlin. Bei den Untersuchungen stellte sich jedoch heraus, dass die Verletzung nicht allzu gravierend scheint. Die bösen Erinnerungen an das Verletzungspech der letzten Jahre können also wieder ganz flott beiseitegeschoben werden.

Hingegen herbeisehnen wird man sich im Lager des einzig verbliebenen bayerischen Erstligisten im Deutschen Damenbasketball sicherlich die nächsten zwei Punkte im Kampf um die PlayOff-Plätze. Zusammen mit dem lautstarken Publikum, das bereits im ersten Heimspiel gegen ALBA Berlin ordentlich Dampf gemacht hat, werden die Eigner Angels wieder alles in die Waagschale werfen, um Halle punktlos auf die Heimreise zu schicken. Sprungball zu diesem Spannung garantierenden Spiel in der Hermann-Kessler-Halle ist am Samstag, zu der ungewohnten Zeit um 18:45 Uhr. Tickets sind wie immer auf www.eigner-angels.de im Vorverkauf erhältlich oder unter der Woche (auch samstags 10:00 bis 13:00 Uhr) bei Von Poll Immobilien in der Baldinger Straße 21. Auch wenn ein Live-Erlebnis in der Halle unersetzbar ist, sei jenen, die ihren Samstagabend lieber zuhause verbringen möchten, der beste Livestream der Liga ans Herz gelegt. Mit den neuen Korbkameras und weiteren Anpassungen in Grafik und Ton wurde die Qualität der Übertragung nochmals gesteigert. Das Spiel wird live auf Sporttotal (sporttotal.tv/ma23345b84) übertragen.

Nils Gerstmeier