„Es ist bitter!“ | Die Stimmen zum Augsburger Pokal-Aus gegen Leipzig

Der FC Augsburg hatte im Viertelfinale des DFB-Pokals gegen RB Leipzig  die Chance zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte ins Pokal-Halbfinale einzuziehen. Am Ende eines echten Pokalfights unterlagen die Schwaben den Roten Bullen mit 1:2 nach Verlängerung und der Traum von Berlin ist geplatzt. Das sagten die Beteiligten dazu.

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Foto: Thomas Hiermayer

André Hahn: „Es ist einfach nur bitter, wenn du so verlierst. Wir hatten uns das Elfmeterschießen verdient, müssen dann aber kurz davor den Gegentreffer hinnehmen. Da ist die Enttäuschung einfach groß.“

Daniel Baier: „Es ist wahnsinnig enttäuschend und wir sind richtig verägert, dass wir heute ausgeschieden sind. Es war mein Traum, einmal in Berlin zu spielen, dieser ist jetzt geplatzt. Es war ein Abnutzungskampf von beiden Seiten und ein echtes Pokal-Spiel, in dem alles drin war, was der Fußball zu bieten hat. Aber wir müssen auch mitnehmen, dass wir gegen einen Top-Gegner lange Zeit auf Augenhöhe waren.“

Gregor Kobel: „Ich denke, dass es nicht bitterer geht und die Enttäuschung ist natürlich groß. Wir waren sehr gut im Spiel und auf Augenhöhe. Nach dem 1:1 in der Nachspielzeit war das Momentum eigentlich auf unserer Seite und ich hatte das Gefühl, dass wir das Spiel zu unseren Gunsten drehen können. “

Marco Richter: „Wir haben sehr spät den verdienten Ausgleich gemacht und es ist dann richtig bitter, so zu verlieren. Wir wollten ein anderes Gesicht zeigen als in Nürnberg, das ist uns auch gelungen. Aber wir konnten uns leider nicht dafür belohnen. Wir müssen das Spiel jetzt abhaken, denn am Wochenende kommt Hoffenheim zu uns.“

Alfred Finnbogason: „Wir haben unheimlich viel in dieses Spiel investiert und es ist brutal so auszuscheiden. Fehler passieren, daher gibt es von uns keinen Vorwurf an Gregerl. Dieses Spiel bietet viele gute Aspekte, die wir für die restliche Saison mitnehmen können.“

Marcel Halstenberg (RBL): „Es ist ein schöner Moment gewesen. Ich wusste, ich werden den Elfmeter verwandeln. Die Jungs haben zuvor über 90 Minuten so gekämpft, und dann bekommen wir in der letzten Aktion das Gegentor. Das war sehr ärgerlich. Aber dann haben wir die letzten Reserven mobilisiert und auch in der Verlängerung auf Sieg gespielt. Und es hat geklappt. Wir haben immer fest daran geglaubt, weiterzukommen. Nun sind wir im Pokal-Halbfinale.“

Willi Orban (RBL): „Es ist ein schönes Gefühl, ins Halbfinale einzuziehen. Aber wir wollen natürlich noch mehr. Heute war die Überzeugung wichtig – und die hatten wir von Anfang an. Wir wussten, dass es in Augsburg unangenehm werden könnte und wir evtentuell auch über 120 Minuten spielen müssen. Das Gegentor war komplett unnötig – da waren wir unaufmerksam. Doch wir haben eine Reaktion gezeigt. Wir hatten den unbedingten Willen, weiterzukommen.“

Manuel Baum (Trainer FC Augsburg): „So auszuscheiden ist unheimlich bitter. Nach 15 bis 20 Minuten sind wir sehr gut ins Spiel gekommen und waren das aktivere und bessere Team. Auch in der Verlängerung waren wir drauf und dran und hätten insgesamt das Weiterkommen verdient. Wir kassieren aber auch zwei vermeidbare Gegentore. Trotzdem war es eine gute Leistung gegen einen sehr guten Gegner. Michael Gregoritsch werden wir jetzt wieder aufbauen. So etwas passiert, aber ich verbuche es als Fehler aus Leidenschaft.“

Ralf Rangnick (Trainer RB Leipzig): „Es war das erwartet schwere Spiel. Wir hätten uns gerne die zusätzlichen 32 Minuten erspart. Der Schlüssel zum Erfolg war, wie wir mit dem ganz späten Ausgleich in der 94. Minute umgegangen sind. Ich bin stolz auf meine Jungs und jetzt wollen wir natürlich auch ins Finale.“