„Es ist brutal bitter“ | Die Stimmen zur Niederlage des FC Augsburg gegen Bochum

Nachdem in der ersten Halbzeit vieles gegen den FC Augsburg gelaufen war, hatten sich die Schwaben in Durchgang zwei wieder in die Partie gekämpft. Für einen Punktgewinn gegen den Tabellennachbarn aus Bochum reichte es aber nicht. Dies hatten die Beteiligten nach dem Spiel dazu zu sagen.

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Archivbild: Wolfgang Czech

Michael Gregoritsch: „Es ist brutal bitter, dass wir gegen einen direkten Konkurrenten zu Hause verlieren. In der ersten Halbzeit waren wir sicher nicht drei Tore schlechter. Wir hatten in diesem Spiel eine Vielzahl von hundertprozentigen Chancen und hätten die Partie selbst nach dem 0:3 noch gewinnen können. Ein Punkt wäre mindestens drin gewesen. Daran haben wir jetzt unmittelbar nach dem Spiel schwer zu kauen, aber wir müssen jetzt in den letzten drei Spielen noch einmal alles raushauen und punkten.“

Niklas Dorsch: „Nach zwei guten Spielen lief heute in der ersten Halbzeit einiges schief. Wir haben uns gute Chancen erarbeitet, aber liegen zur Halbzeit 0:3 zurück. Das können wir so einfach nicht hinnehmen. Auch wenn wir dann eine super zweite Halbzeit gezeigt haben, bin ich gerade einfach nur sauer und enttäuscht.

Daniel Caligiuri: „Wir dürfen Bochum einfach nicht so ins Spiel kommen lassen. Das 0:1 kann passieren, spätestens dann müssen wir aber den Bock umstoßen und das Tor machen. Bislang waren wir bei Defensiv-Standards ausgesprochen gut, heute waren wir aber viel zu unentschlossen. Nach dem 0:3 zur Pause war es natürlich schwer, aber heute war es möglich, weil wir noch etliche hundertprozentige Chancen hatten. Am Ende hat es leider nicht für einen Punkt gereicht.“

Sebastian Polter (Bochum): Am Ende des Tages sind wir alle einfach nur froh, dass wir die drei Punkte geholt haben. Ich freue mich, dass ich der Mannschaft heute mit zwei Toren helfen konnte. Eigentlich war es beim ersten Treffer das identische Tor zur Vorwoche. Es hat außerdem endlich mal nach Standards geklappt. Edu tritt richtig geile Standards. Wir müssen mit Überzeugung da rein laufen, heute hat es endlich mal geklappt.

Michael Esser (Bochum): Wir haben uns den Sieg heute redlich verdient. In der ersten Halbzeit haben wir das Spiel für uns entschieden. Hintenraus wurde es nochmal eng, aber wir spielen Fußball, um solche Spiele zu gewinnen. Zurzeit macht es einfach extrem viel Spaß. Wir wollten mindestens einen Punkt hier holen. Dass es drei werden, ist umso schöner. Wir würden natürlich gerne mit Zuschauern spielen. Aufgrund der aktuellen Corona-Lage war es aber erwartbar, dass es so kommt. Heute haben wir die Situation gut angenommen.

Gerrit Holtmann (Bochum): Wir haben hier 3:0 geführt. Wir gewinnen zwar 3:2, haben aber am Ende noch gezittert. Das hätte nicht sein müssen. Wir hätten das Spiel schon in der zweiten Halbzeit entscheiden können, aber das ist uns leider nicht gelungen. Es ist sehr wichtig, dass wir die Augsburger durch den Sieg sechs Punkte auf Distanz halten. Jeder Sieg in der Bundesliga zählt und ist sehr wichtig. Augsburg hat uns das nicht einfach gemacht. Wir sind sehr glücklich, drei Punkte eingefahren zu haben. Ich hoffe, dass wir bald wieder in vollen Stadien spielen können.

Eduard Löwen (Bochum): Wir freuen uns riesig. Die Punkte, die wir bislang geholt haben, die haben wir uns auch verdient. Momentan läuft es gut, darüber sind wir sehr glücklich. Uns ist aber auch klar, dass wir weiter Vollgas geben müssen. Wir waren heiß auf dieses Spiel, wollten hier unbedingt gewinnen. Die erste Halbzeit war super. In der zweiten hatten wir Glück. Augsburg hat gedrückt, sie hätten das 3:3 sogar verdient gehabt. Das war ein bisschen fahrlässig, das war nicht griffig genug. Machen wir bei einer der Chancen das 4:1, dann ist das Ding durch. Aber wir machen drei Tore, nehmen die Punkte mit. Wir haben eine tolle Mannschaft, sind immer besser eingespielt. Wir müssen uns nicht verstecken.

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Stefan Reuter (Geschäftsführer Sport Augsburg): Wir haben einige 100%ige liegen lassen, uns haben aber auch viele Spieler gefehlt. Wir müssen in der jetzt in der englischen Woche einige Punkte mitnehmen, um uns eine gute Ausgangslage im neuen Jahr zu sichern.

Markus Weinzierl (Trainer Augsburg): „Wir haben es uns heute selbst schwergemacht und den Gegner aufgebaut. Wir haben nach einem Konter das 0:1 bekommen, das ärgert mich sehr. Beim zweiten Gegentor waren wir in Unterzahl, weil Andi Zeqiri behandelt wurde. Vor der Pause haben wir dann noch ein drittes Gegentor bekommen. Das war sehr bitter, aber auch schlecht verteidigt. Dazu kommt noch, dass wir noch vor der Pause zweimal verletzungsbedingt wechseln mussten. Da kommt dann einfach alles zusammen. In der zweiten Halbzeit haben wir eine Reaktion gezeigt und noch einmal alles probiert. Es wäre möglich gewesen, das Spiel komplett zu drehen oder zumindest einen Punkt zu holen. Aber wir haben hundertprozentige Chancen liegengelassen. Zum Schluss wäre noch ein drittes Tor möglich gewesen. Wir haben uns aber nicht belohnt.“

Thomas Reis (Trainer Bochum): „Wir haben in der ersten Halbzeit ein gutes Spiel gemacht, wenig Chancen zugelassen und sind mit einem 3:0 in die Pause gegangen. Ich habe in der Halbzeit gewarnt, dass der FCA noch einmal alles noch vorne werfen wird. Wir sind dann nicht schlecht reingekommen in die zweite Hälfte, bekommen aber trotzdem ein Gegentor nach einem Eckball. Auf einmal geht dann die Zitterei los. Riesenrespekt vor Augsburg, wie sie uns unter Druck gesetzt haben. Sie haben versucht, das Spiel zu drehen, aber auch wir hatten Gelegenheiten, das Spiel zu entscheiden. Aufgrund der ersten Halbzeit war es ein verdienter Sieg, aufgrund der zweiten Halbzeit ist er ein bisschen glücklich. Wir sind froh und genießen die Heimfahrt.“

Quellen: fcaugsburg.de/vfl-bochum.de/Presse Augsburg