Die 250-Kilogramm schwere Fliegerbombe, die am Mittwochnachmittag bei Baggerarbeiten im Bereich der Werner-von-Siemens-Straße im Toni-Park zwischen Hochfeld und Univiertel gefunden wurde, ist noch am selben Abend um 22:35 Uhr erfolgreich entschärft worden.  

Die um den Fundort eingerichtete Sperrzone im Umkreis von 500 Metern wurde aufgehoben. Alle rund 3.800 evakuierten Bürgerinnen und Bürger können die Nacht in ihren Häusern und Wohnungen verbringen.
Zahlreiche Einsatzkräfte vor Ort
Insgesamt waren rund 420 Einsatzkräfte vor Ort. Darunter rund 100 Kräfte der Polizei sowie rund 100 Feuerwehrleute der Berufsfeuerwehr Augsburg und der acht Freiwilligen Feuerwehren aus dem Stadtgebiet (Haunstetten, Göggingen, Bergheim, Pfersee, Inningen, Kriegshaber, Oberhausen und Lechhausen). Auch etwa 180 Helferinnen und Helfer der Rettungsdienste sowie rund 50 Fachberater des THW, der Stadtwerke und des Kampfmittelbeseitigungsdienstes unterstützten den Einsatz.

Bombenfunde in Augsburg keine Seltenheit

In Augsburg muss immer wieder mit Bombenfunden gerechnet werden. Zumal im Bereich zwischen dem südlichen Hochfeld und dem angrenzenden heutigen Univiertel. Dort befand sich einst der Werksflugplatz der Messerschmitt AG, der als bedeutender Rüstungsstandort in der NS-Zeit Ziel heftiger Flächenbombardements im Zweiten Weltkrieg war. Der Bombenfund vom Mittwoch war der mittlerweile dritte in diesem Jahr im Toni Park.

Galerie | 250-Kilogramm schwere Fliegerbombe in Augsburg entschärft

Großer Dank von OB und Ordnungsreferent

Oberbürgermeisterin Eva Weber lobt einmal mehr das Vorgehen aller Beteiligten: „Ich danke allen Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehr, Ordnungsdienst und Hilfsorganisationen von ganzem Herzen für ihr besonnenes Vorgehen für eine reibungslose Evakuierung. Mein besonderer Dank gilt den Fachleuten vom Kampfmittelbeseitigungsdienst für ihr professionelles Handeln bei der Bombenentschärfung selbst.“

Ordnungsreferent Frank Pintsch schließt sich dem Dank der OB an und fügt hinzu: „Alle Beteiligten können sich hundertprozentig in einer solchen Lage aufeinander verlassen. Dies ist ein wesentliches Element der Daseinsfürsorge für die Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt.“