Es muss ein Erfolgserlebnis her – Der FC Augsburg braucht im Kampf um den Klassenerhalt einen Sieg gegen Stuttgart

Der Vorsprung auf die Abstiegsregion ist zuletzt spürbar geschmolzen. Im Schwabenderby gegen den VfB Stuttgart muss der FC Augsburg deshalb dringend die eigene Sieglos-Strecke beenden. Die Zeit der Ausreden muss nun vorbei sein.

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Zuletzt schmolz der Vorsprung von Gumny und seinen Kollegen auf die Abstiegsregion spürbar Foto: Sebastian Pfister

Von „fast durch“ bis „jetzt wird es langsam brenzlig“ in wenigen Wochen. Vor dem Schwabenderby am heutigen Freitagabend (20:30 Uhr) hat sich die Ausgangslage des FC Augsburg schrittweise verschlechtert. Fünf Spiele blieb die Maaßen-Truppe in der Bundesliga zuletzt sieglos. Experimente, wie zuletzt in Leipzig, sind da verboten und doch werden sie notwendig sein. Schlussmann Gikiewicz wird mit einer Schulterverletzung ebenso fehlen, wie der gesperrte Kapitän und Innenverteidiger Gouweleeuw. Auch in der Offensive wird mit Berisha die Tormaschine weiterhin angeschlagen fehlen, nach abgesessener Rot-Sperre kehrt aber zumindest sein starker Partner Demirovic zurück in die erste Elf. „Wir haben viel Qualität im Kader und gute Alternativen.“, ist sich Maaßen sich die Ausfälle kompensieren zu können. Für den zuletzt so schwachen Gumny fehlen ihm aber wohl die Optionen, der abschiedswillige Caligiuri scheint aktuell keine Alternative zu sein. Doch nicht nur der Pole muss aus seinem Leistungsloch klettern, die Mannschaft muss den Kampf wieder deutlicher annehmen.

Stuttgart zurück in der Spur

Dies wird auch dringend nötig sein, um den 5-Punkte-Vorsprung auf den auf dem Relegationsrang 16 lauenden Stuttgartern zu verteidigen. Eine leichte Aufgabe wird dies sicher nicht. Während der FCA selbst schon länger auf ein Erfolgserlebnis warten muss, scheinen die Württemberger kurz vor dem Saisonfinale wieder in die Spur gefunden zu haben. Mit Sebastian Hoeneß steht dort in dieser Saison nach Matarazzo, Wimmer und Labbadia der vierte Verantwortliche an der Seitenlinie. Bereits nach kurzer Zeit scheint er die richtigen Stellschrauben gefunden zu haben. Zuletzt gab es gegen Dortmund nach einer guten Leistung ein 3:3-Unentschieden, das Aufeinandertreffen mit Bochum konnte der VfB für sich entscheiden (3:2). Stuttgart scheint rechtzeitig in die Spur gefunden zu haben und konnte zumindest die direkten Abstiegsränge vorerst verlassen.

Damit der FC Augsburg mit den Niederungen der Liga nichts mehr zu tun haben wird, benötigt er heute in der seit Wochen ausverkauften Arena dringend ein Erfolgserlebnis. Die Zeit von Ausreden muss nun vorbei sein. Zuletzt hatte Kapitän Jeff Gouweleeuw die Abgeklärtheit im Zweikampfverhalten kritisiert: „Manchmal meine ich, da spielen Kinder gegen Profis!“. Auch ohne ihn müssen seine Kollegen heute den Kampf gegen sicher hochmotivierte Suttgarter annehmen. Zusätzlichen Mut kann die Statistik bringen. Dreimal trat Augsburg in dieser Saison am Freitagabend an, dreimal ging er als Sieger vom Feld (Bremen, Leverkusen, Hoffenheim). Sollte diese Serie mit einem sechsten Heimsieg intakt bleiben, dürfte man wohl wieder von „fast durch“ sprechen.

Die voraussichtliche Aufstellung

Koubek – Gumny, Bauer, Uduokhai, Pedersen – Engels, Rexhbecaj – Maier, Vargas – Beljo, Demirovic