Markus Weinzierl und der FC Augsburg, eine Beziehung, die auch im zweiten Anlauf zu passen scheint. Noch fehlen dem FCA die letzten Punkte für den Klassenerhalt, die Entwicklung des Teams über die Spielzeit gesehen, passt aber. Einer Fortsetzung des gemeinsamen Weges scheint nichts entgegenzustehen.

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Engagiert formt Weinzierl am FCA | Foto: Krieger

Vor gut einem Jahr kam Markus Weinzierl zurück nach Augsburg und übernahm die Bundesligamannschaft von Heiko Herrlich. Wie unter seinem Vorgänger steht der FC Augsburg fünf Spieltage vor Saisonende noch mitten im Abstiegskampf, und doch ist einiges passiert. Mit nahezu identischem Personal ist die Abkehr von der lethargischen, passiven Einstellung und Spielweise gelungen. Die Spielidee selbst zu agieren und mit viel Einsatz gallig es jedem Gegner schwer zu machen geht immer öfter, besonders in den Heimspielen und auf, doch noch sieht man sich beim FCA nicht am Peak des Leistbaren.

Weinzierl sieht Entwicklung noch nicht am Ende

„Wir haben in der letzten Saison innerhalb von drei Spielen die Saison zu retten, das ist uns gelungen mit dem Heimsieg gegen Werder Bremen. In dieser Saison haben wir uns gegen alle Widerstände gewährt und aus dem bestehenden Kader heraus Dinge zu verändern, die wir besser machen wollen. Wir wollen einfach aktiver sein. Ich glaube schon, dass wir in einer positiven Entwicklung sind, auch wenn es nicht so schnell gegangen ist, wie wir alle uns das gewünscht haben.“, so Weinzierl und weiter: „Ich glaube, dass wir da was bewegt haben, dass wir es in die richtige Richtung gebracht haben, auch wenn es immer noch besser geht. Es ist auch klar, dass wir da nie am Ende sind, vor allem jetzt noch nicht am Ende sind.“

Offiziell gibt es Gespräche bei Klassenerhalt, aber…

Wissentlich haben Verein und Trainer bei der Rückkehr im April 2021 nur einen Vertrag bis zum Ende der aktuell laufenden Spielzeit vereinbart, nicht immer funktionieren aufgewärmte Beziehungen. In diesem Fall scheint es aber wieder zu passen, dies sehen auch die Verantwortlichen so: „Er weiß, was er am FC Augsburg hat. Wir wissen, wir an Markus Weinzierl haben“, betont auch Sportgeschäftsführer Stefan Reuter auf Presse Augsburg-Nachfrage. Der Manager betonte, dass man sich, sobald der Klassenerhalt feststeht, zusammensetzen wird.

Unterschrift mit Klassenerhalt

„Wir haben 28 Punkte am 29. Spieltag und wollen in der Liga bleiben und wollen in der Liga bleiben, da wissen wir, dass wir noch ein, zwei Siege brauchen.“ betonen Trainer und Manager unisono. Der Vorsprung auf die Abstiegsränge beträgt fünf Spieltage vor dem Ende sechs Punkte, mit einem Heimsieg gegen den direkten Konkurrenten Hertha BSC am kommenden Samstag könnte ein wichtiger Schritt in Richtung eines zwölften Bundesligajahres gemacht werden. Spätestens dann werden die Schwaben in die weiteren Planungen gehen, um die Entwicklung fortzusetzen. „Es gilt, das weiter zu formen“, betont Weinzierl. Ziemlich sicher, dass dies durch ihn versucht werden wird, Reuter beantwortete die Frage nach der Vertragsunterschrift mit einem vielsagenden Lächeln.