ESV Buchloe Pirates holen gegen den Tabellenzweiten Peißenberg den ersten Sieg des Jahres

Nach zuletzt vier Niederlagen in Serie hat der ESV Buchloe am Freitagabend seine Durststrecke ausgerechnet gegen den Tabellenzweiten TSV Peißenberg beendet und den ersehnten ersten Sieg im Jahr 2024 eingefahren. Gegen zugegebenermaßen allerdings stark ersatzgeschwächte Gäste siegten die Buchloer verdient in eigener Halle mit 6:3 (2:0, 3:1, 1:2) und holten so nicht nur das erhoffte Erfolgserlebnis, sondern auch drei ganz wichtige Punkte im Kampf um die Pre-Playoff-Plätze.

Esv Buchloe
Foto: Dominik Maier

Rein tabellarisch wäre in diesem Match eigentlich der Gast der klare Favorit gewesen, doch nachdem die durch eine Krankheitswelle kurzfristig arg gebeutelten Miners nur ganze elf Feldspieler aufbieten konnten, änderte sich die Ausgangslage vor dem Start schlagartig. Dementsprechend übernahmen die Buchloer von Beginn an die Initiative, während der kleine TSV-Kader erst einmal auf eine stabile Defensive bedacht war und nur sporadisch mit jedoch gefährlichen Nadelstichen auch offensiv in Erscheinung trat. Die Freibeuter taten sich gegen die kompakte Peißenberger Hintermannschaft zunächst aber durchaus schwer. Doch nach 13 Minuten beendete das 1:0 von Timo Kindl das Geduldsspiel – wie es ESV-Coach Christopher Lerchner passenderweise bezeichnete. Der junge Angreifer fälschte vor dem Tor einen Dropmann-Schuss unhaltbar zur Führung ab, die Felix Schurr im ersten Powerplay zwei Minuten später auf 2:0 erhöhte. Damit ging es auch verdientermaßen in die Pause, da die Buchloer wesentlich mehr vom Spiel hatten, wenngleich auch Johannes Wiedemann im Buchloer Gehäuse bei ein paar wenigen Abschlüssen der Gäste auf der Hut sein musste.

Und auch der Auftakt ins Mitteldrittel verlief aus ESV-Sicht weiter voll nach Plan, da man das Geschehen auf dem Eis vor allem in der Offensive zunächst weiter diktierte. Belohnt wurde das mit drei weiteren Toren bis zur Mitte des Spiels. Ein Doppelpack von Demeed Podrezov (22./24.) und ein weiteres Tor von Felix Schurr (30.) sorgten für einen scheinbar beruhigenden 5:0 Vorsprung. Doch die stets wacker kämpfenden Miners gaben sich zu keiner Zeit auf und nach dem 5:1 Anschluss von Moritz Birkner, der die Scheibe förmlich über die Line kämpfte, wurden die Gäste auch stärker und offensiv mutiger. Die Piraten agierten hier nun defensiv definitiv zu nachlässig, was bis zur zweiten Pause zwar noch folgenlos blieb, zu Beginn des Schlussabschnitts dann aber schnell bestraft wurde.

Denn mit einem Doppelschlag durch Lukas Artus (45.) und Moritz Birkner (46.) kam der Tabellenzweite plötzlich wieder auf zwei Tore heran und die Gennachstädter mussten trotz des dezimierten Aufgebots der Gäste nun höllisch aufpassen, die sicher geglaubte Partie nicht noch aus der Hand zu geben. Aber in der Folge überstand man dann ein Unterzahl schadlos und machte nach 51 Minuten in Überzahl schließlich mit einem spektakulären Treffer doch den Deckel drauf. Verantwortlich dafür war erneut die bärenstarke Reihe um Felix Schurr, dem nach Verletzung zurückgekehrten Robert Wittmann und Demeed Podrezov. Letzterer traf mit seinem dritten Tor an diesem Abend nach einem sehenswerten Solo im Fallen zum 6:3 Endstand, der die Niederlagenserie der Buchloer gegen eine bravourös kämpfende Rumpftruppe aus Peißenberg – auf die TSV-Trainer Ihsen zurecht stolz sein konnte – beendete.

Mit diesem Sieg wandern zugleich drei wichtige Zähler im Kampf um Platz zehn auf das Konto der Buchloer (Rang 9, 39 Punkte), wodurch man den Abstand auf die Verfolger Schongau (Rang 10, 35 Punkte) und Ulm (Rang11, 34 Punkte) vier Spieltage vor dem Hauptrundenende wieder etwas ausbauen konnte.