ESV Buchloe Pirates müssen sich im Allgäu-Derby den ESC Kempten Sharks geschlagen geben

Der ESV Buchloe bleibt im neuen Jahr bislang glücklos. Denn nach der Freitagsniederlage gegen Miesbach unterlagen die Piraten am Sonntagabend auch im Allgäu-Derby in Kempten mit 0:3 (0:0, 0:2, 0:1). Abermals hatte Trainer Christopher Lerchner nur ein recht dezimiertes und angeschlagenes Aufgebot zur Verfügung, das zwar größtenteils sehr diszipliniert agierte und alles versuchte, am Ende aber gegen aktivere Gastgeber unter dem Strich verdientermaßen den Kürzeren zog. Bitter ist dies besonders, da die restliche Konkurrenz vor und hinter den Piraten in der Tabelle fleißig punkten konnte, während die Rot-Weißen an diesem Wochenende ohne jeglichen Punktgewinn blieben.

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Erneut war ESV-Coach Christopher Lerchner vor dem Allgäu-Derby zu Umstellungen in der Reihenzusammenstellung gezwungen, denn zu dem ohnehin schon gebeutelten Kader mit etlichen Ausfällen fehlte im Vergleich zum Freitag auch noch Benedikt Diebolder. Die Voraussetzungen waren also somit wieder alles andere als optimal und dementsprechend versuchten die defensiv stehenden Piraten das Spiel anfangs relativ einfach zu gestalten. „Das ist uns auch ganz ordentlich gelungen, denn wir sind zunächst ganz gut gestanden“, resümierte Lerchner das noch torlose erste Drittel. In diesem waren die Hausherren zwar die etwas Bemühteren, doch in wirklich arge Bedrängnis geriet der gewohnt wachsame Johannes Wiedemann im ESV-Kasten selten. Und die Buchloer waren mit vereinzelten offensiven Nadelstichen auch das ein oder andere Mal richtig gefährlich, wie beispielsweise bei einem Zwei auf Eins, das Deemed Podrezov aber knapp verzog (4.), weshalb es durchaus leistungsgerecht mit dem 0:0 Remis in die Pause ging.

Aus dieser kamen die Sharks anschließend nun druckvoller und belohnten sich folgerichtig auch schnell mit dem ersten Treffer. Nikolas Oppenberger überwand Wiedemann zum 0:1 (22.). Auch danach änderte sich nicht wirklich viel am Spielverlauf, wobei die Buchloer zwar nicht so viele Abschlüsse wie die Hausherren hatten, die wenigen aber brandgefährlich blieben. So verpassten sowohl Timo Kindl und Nico Nieberle (26./27.) und erneut Demeed Podrezov bei einem Konter, den ESC-Keeper Jakob Nerb gerade noch so mit dem Schläger ausstechen konnte (31.). Bei mehr Konsequenz und Kaltschnäuzigkeit hätten die Piraten also trotz der offensiv aktiveren Gastgeber durchaus den Ausgleich erzielen können, was auch der Buchloer Trainer so sah: „Hätten wir aus den wenigen Möglichkeiten mehr gemacht, wäre das Momentum vielleicht nochmal auf unsere Seite gesprungen.“ Aber es kam anderes, denn als die Kemptener dann in Überzahl waren, erhöhte Jakub Bitomsky per Abstauber zum 0:2 Zwischenstand nach 40 Minuten (34.).

Somit musste der kleine Buchloer Kader, der nach dem bereits verletzungsbedingten Ausscheiden von David Stojicic im ersten Durchgang nicht einmal mehr drei komplette Reihen zur Verfügung hatte, einem Zwei-Tore-Rückstand hinterherlaufen. Das machte die Angelegenheit natürlich zu einer Herkulesaufgabe, vor allem da die Sharks nach gut 42 Minuten durch einen satten Schuss von Mauro Seider auf 0:3 stellten. Die Freibeuter probierten in der Folge zwar nochmals alles, doch eine Aufholjagd sollte nicht mehr gelingen, da der ESC das Ergebnis mit einer gut gestaffelten Abwehr und einem starken Torhüter bis zum Schluss kompromisslos verteidigte. Nicht einmal ein Torerfolg blieb den glücklosen aber nie aufsteckenden Piraten so letztlich vergönnt.