Am heutigen Sonntag waren die Selber Wölfe zu Gast in der energie schwaben arena. Die Hausherren kamen gut aus der Kabine und konnten die Oberfranken in den ersten fünf Minuten meist in deren Drittel beschäftigen. Alex Thiel hatte die erste nennenswerte Chance für den ESVK. Sein Schuss aus zentraler Position war dann aber sicher Beute für Michel Weidekamp, der das Tor der Wölfe hütete. Erst in der sechsten Minuten die ersten Torchancen für die Gäste durch Arturs Kruminsch und Petr Trska. Weiter blieben die Wölfe am Drücker und kamen durch Mark McNeill sowie Lukas Vantuch gefährlich vor das Kaufbeurer Gehäuse. Daniel Fießinger blieb hier jeweils Herr der Lage und vermied einen Rückstand. In dieser Drangphase der Wölfe dann ein Konter über John Lammers. Der zog aus der Halbdistanz ab, Michel Weidekamp wehrte zur Seite ab. Mikko Lehtonen nahm den Abpraller direkt und hatte Glück, dass der Puck von einem Selber Verteidiger unhaltbar abgefälscht wurde. Der ESVK erhöhte daraufhin wieder das Tempo und kam auch durch eine Strafzeit der Gäste zu einigen guten Chancen. In der 19. Minute dann ein perfekter Konter des ESVK. Ausgehend von Thomas Schmidt kam Johannes Krauß an die Scheibe und setzte den mitgelaufenen Markus Schweiger so gut in Szene, dass dieser den Puck nur noch ins Netz ablenken musste.

Das zweite Drittel begann mit einer Schrecksekunde. Nach einem Beinstellen rutschte Tomas Schmidt ungebremst in die Bande und verletzte sich dabei. Nachdem John Lammers bereits im ersten Drittel den Schläger eines Mitspielers ins Gesicht bekam war dies bereits der zweite Ausfall im Team der Joker. In den ersten zehn Minuten des zweiten Abschnitts waren die Joker trotz der beiden Ausfälle über weite Strecken das bessere und spielbestimmende Team. Nicolas Appendino, Max Oswald und Alexander Thiel hatten die besten Chancen für den ESVK. Im weiteren Spielverlauf wurde vor allem das Spiel der Gäste immer härter und von Nicklichkeiten geprägt. Die Joker ließen sich davon nicht beirren und brachten Michel Weidekamp immer wieder in größte Not. Der Puck wollte allerdings nicht über die Linie. Anders die Wölfe. Nach einem etwas glücklichen Scheibengewinn konnte Topscorer Mark McNeil den Anschluss für seine Farben erzielen.

Unverändert ging es im dritten Drittel weiter. Der ESVK versuchte immer wieder anzulaufen und erarbeitete sich immer wieder gute Chancen. So unter anderem durch Florian Thomas, der frei im Slot zum Abschluss kam. Aber auch die Selber ließen nicht locker und agierten weiterhin mit ihrem aggressiven Spielstil. Als der ESVK eine unnötige Strafe wegen zu vieler Feldspieler kassierten spielten es die Wölfe gekonnt aus. Wiederum war Mark McNeill zur Stelle und markierte den Ausgleich für die Selber. Das Spiel stand auf Messers Schneide. Nicolas Appendino ließ sich in der Ecke nicht abschütteln und legte auf Mikko Lehtonen zurück. Dessen Schuss durch Freund und Feind hindurch fand den Weg ins Netz zur abermaligen Führung für die Wertachstädter. Als dann Nick Miglio in der 58. Minute nochmals auf die Strafbank musste, schien der Sieg festzustehen. Aber weit gefehlt. Die Selber überstanden die Unterzahl schadlos und nahmen dann kurz vor Ende des Spiels ihren Torhüter vom Eis. Daniel Fießinger behielt bei einem Schuss von Peter Trska die Übersicht. Und es kam noch besser. Florian Thomas konnte sich die Scheibe ergattern und legte uneigennützig auf den mitgelaufenen Tobias Echtler ab, der ins leere Tor zum 4:2 Endstand verwandelte.

Das nächste Heimspiel der Joker findet dann bereits am Dienstagabend um 19:30 Uhr in der energie schwaben arena statt. Zu Gast sind dabei die Lausitzer Füchse. Eintrittskarten für die Heimspiele des ESVK sind im Ticket-Online-Shop (Klick zum Shop), in allen bekannten Vorverkaufsstellen, in der ESVK-Geschäftsstelle und ab 90 Minuten vor Spielbeginn an der Abendkasse erhältlich.