ESV Kaufbeuren mit deutlichem Heimsieg gegen Kassel

Für den ESV Kaufbeuren stand am Samstagabend die Partie des 48. Spieltages in der DEL2 gegen die Kassel Huskies auf dem Programm. ESVK Trainer Tray Tuomie musste dabei Verletzungsbedingt auf Stefan Vajs, Maxi Meier, Dieter Geidl und Markus Schweiger verzichten. Sami Blomqvist pausierte, da Neuzugang Thomas Höneckl im Tor sein Debüt feierte. Backup war Sebastian Graf.

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Der ESVK nahm mit Spielbeginn auch sofort das Heft des Handels in die eigene Hand. John Lammers hatte nach einem Pass von Alex Thiel bei einem Alleingang auch schon den ersten Treffer für seine Mannschaft auf dem Schläger, er scheiterte jedoch an der Stockhand von Kassels Torhüter Gerald Kuhn. Die nächste ganz große Chance für die Joker hatte dann Philipp Krauß, der nach einem Scheibengewinn seiner Reihenkollegen im Forechecking plötzlich alleine vor Gerald Kuhn stand und dabei mit seinem Abschluss leider ebenfalls am Huskies Torhüter scheiterte. In der dritten Spielminute aber belohnten sich die Kaufbeurer für ihren guten Start. Nach einem Schuss von Alex Thiel kam die Scheibe zu dem vor dem Tor lauernden Joey Lewis, der nochmals überlegt zu Florian Thomas passte und dieser musste nur noch zum 1:0 einschieben. Die Huskies hatten dann durch Jamie MacQueen, der im Slot frei zum Schuss kam ihre erste Großchance, ESVK Neuzugang Thomas Höneckl aber parierte stark mit der Schulter. Das Spiel war in der Folge ausgeglichen, wobei die Joker schon das aktivere Team waren und mehr Scheiben zum Tor brachten. Der ESVK erhöhte dann in der 15. Spielminute aber auf 2:0. Florian Thomas setzte den freistehenden Markus Lillich mit einem genauen Pass perfekt ein und die Nummer 28 der Joker wuchtete den Puck mit einem harten und platzierten Direktschuss in den rechten Torwinkel. Das Spiel nahm nun wieder etwas mehr an Fahrt auf. Thomas Höneckl parierte zunächst fast schon sensationell mit den Fanghand gegen Brett Cameron und als der ESVK kurze Zeit später in Überzahl agierte erhöhte Mikko Lehtonen mit einem platzierten Handgelenkschuss sogar auf 3:0 für die Kaufbeurer. Gespielt waren da 18 Minuten. Im direkten Gegenzug nach dem Anspiel-Bully zappelte die Scheibe dann nach einer unübersichtlichen Situation vor Thomas Höneckl im Tor der Joker. Die Schiedsrichter erkannten den Treffer aber, auch nach dem noch der Videobeweis zu Rate gezogen wurde, nicht an. So ging es für den ESVK nach einem starken ersten Drittel mit einer 3:0 Führung zum ersten Pausentee.

Das zweite Drittel war noch keine drei Minuten alt, da ließ sich Huskies Kapitän Denis Shevyrin zu einem üblen Stockcheck an Max Oswald hinreissen und kassierte dafür von den Schiedsrichtern eine Matchstrafe. Joker Stürmer Max Oswald konnte das Spiel dann nach einer etwas längeren Verletzungspause aber zum Glück auch wieder fortsetzen. Die Joker hatten in dem anschließenden fünfminütigen Powerplay gleich zu Beginn einen Pfostenschuss von Mikko Lehtonen zu verzeichnen, weitere Großchancen waren zunächst Mangelware, obwohl der ESVK das Powerplay eigentlich gut aufzog. In der 27. Spielminute hatten die Kaufbeurer dann zunächst Glück und durften im Anschluss jubeln. Hans Detsch hatte in Unterzahl die dicke Chance auf den Anschlusstreffer für seine Farben, scheiterte aber an Thomas Höneckl und im direkten Gegenzug konterten die Joker die Huskies aus und Tyler Spurgeon traf zum 4:0 für die Allgäuer. Nach dem Johannes Krauß auf Seiten der Joker auf die Strafbank musste, hatten die Kasseler ihrerseits ihr erstes Powerplay. Der ESVK verteidigte stark und auch Thomas Höneckl war zur Stelle wenn er gefordert war. Nach 31 Minuten hatten dann die Kaufbeurer wieder ein Überzahlspiel, was aber genauso nicht von Erfolg gekrönt war, wie ein weiteres Powerplay der Hessen nach 35 Minuten. Kurz vor der Pause musste dann auf beiden Seite je ein Spieler auf die Strafbank und es wurde vier gegen vier gespielt. Dabei hatte Florian Thomas nach einem Zuspiel von Alex Thiel die beste Torchance, er scheiterte jedoch an Gerald Kuhn. Somit blieb es zur zweiten Pause bei einem Spielstand von 4:0.

Der Schlussabschnitt sollte zunächst noch ein wenig Spannung bringen. Die Huskies konnten bei einer vier gegen vier Situationen, es saß je ein Joker und ein Kasseler auf der Strafbank, durch Stephan Tramm den Spielstand in der 44. Spielminute auf 4:1 verkürzen. Der Verteidiger der Hessen setzte sich stark über die Außenbahn durch und traf gekonnt in den rechten Torwinkel. Thomas Höneckl im Kasten der Wertachstädter war dabei machtlos. Bei einem Powerplay für die Gäste gut eine Minute später setzte Gästetrainer Tim Kehler alles auf eine Karte und agierte ohne Torhüter, dafür aber mit dem sechsten Feldspieler. Die Joker jedoch verteidigten die sechs gegen vier Unterzahl extrem stark und Thomas Höneckl behielt in den brenzligen Situationen vor seinem Kasten die Übersicht. Nach dem in der 50. Spielminute Hans Detsch auf die Strafbank wanderte, dachte wohl noch niemand in der Halle was nun folge sollte. Stürmer Oliver Granz handelte sich wenige Sekunden nach Hans Detsch in einer Situation gleich sechs Strafminuten ein. Auf Seiten der Allgäuer wanderte Joey Lewis für zwei Minuten auf die Strafbank. So hatten die Joker ein fünf gegen drei Powerplay, sowie ein weiteres Überzahlspiel. Die Kaufbeurer nutzten die doppelte Überzahl dann auch durch einen Treffer von Tyler Spurgeon und erhöhten den Spielstand auf 5:1. Das Spiel war somit eigentlich entschieden. Noch im Powerplay agierend, fingen sich die Joker einen Konter ein und Joel Broda tauchte alleine vor Thomas Höneckl auf, der neue ESVK Torhüter aber ließ sich nicht überwinden und parierte stark. Die Allgäuer konterten dann in der 56. Minute stark über Tyler Spurgeon und David Diebolder und der Youngster erhöhte mit etwas Glück nach einem Querpass des Kaufbeurer Kapitäns auf 6:1. Dem nicht genug, handelten sich die Gäste weitere Strafen ein und Max Oswald war es dann in der 58. Spielminute vorbehalten im Powerplay mit einen Schuss unter die Latte den 7:1 Endstand zu erzielen.

Für den ESV Kaufbeuren war der Sieg gegen die Kassel Huskies ein wichtiger Schritt im Kampf um die Pre-Playoff-Plätze. Die Mannschaft von Trainer Tray Tuomie zeigte dabei vom Anfang bis zum Ende eine starke Leistung in der Defensive und Offensive und hatte sich die drei Punkte gegen den letztjährigen Vizemeister auch wirklich verdient