Am Donnerstagabend stand für den ESV Kaufbeuren ein Testspiel gegen den HC Thurgau aus der Schweizer Swiss League an. Das Spiel wurde dabei im Rahmen des Bodensee-Cup in Kreuzlingen ausgetragen. Im Tor der Joker stand Rihards Babulis. Das Lineup glich somit dem in Meran gegen den EHC Winterthur.

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Foto: Wolfgang Czech

Der ESVK musste nach zwei Minuten dann schon das erste Mal in Unterzahl agieren, da Rihards Babulis eine unglückliche Strafe wegen Spielverzögerung aufgebrummt bekam. Das Powerplay der Thurgauer verteidigten die Joker aber gut und ließen eigentlich keine nennenswerten Chancen zu. Yannik Burghart hatte kurz nach Ablauf der Strafe dann die erste gute Möglichkeit für die Joker, er scheiterte aber mit der Rückhand an Torhüter Luis Janett. Auf der anderen Seite konnte Rihards Babulis in der fünften Minute einen zwei auf eins Konter der Schweizer entschärfen. In Minute elf ging der HC Thurgau dann mit 0:1 in Führung. Torschütze Andreas Döpfner konnte dabei alleine auf Rihards Babulis zu laufen und verwandelte gekonnt. Eine Minute später musste Jaison Dubois für einen Bandencheck gegen Joey Lewis für fünf Minuten auf die Strafbank. Das anschießende Powerplay der Allgäuer zeigte sich zu den Spielen in Meran dabei schon etwas verbessert. Die besten Chancen auf einen Treffer hatte zwei Mal Sebastian Gorcik, der im Slot angespielt wurde, aber jeweils an Luis Janett im Tor der Thurgauer scheiterte. Kurz vor Ablauf der Strafe gelang ESVK Kapitän Tyler Spurgeon in seiner unnachahmlichen Art der Ausgleichstreffer. Nach guten Pässen von John Lammers und Jacob Lagacé tippte die Nummer 19 der Joker die Scheibe, wie schon so oft gesehen, zum 1:1 in den Kasten des HCT ein. Kurz vor der Pause bewahrte Rihards Babulis seine Mannschaft, nach einem Scheibenverlust der Joker im Spielaufbau, noch mit einer starken Parade einen Gegentreffer. So ging es mit einem Spielstand von 1:1 auch in die erste Pause.

Im zweiten Drittel war das Spiel dann sehr ausgeglichen. Simon Schütz hatte in der 22. Spielminute eine große Chance den ESVK in Führung zu bringen. Nach einem feinen Zuspiel von John Lammers kam der Defender im Slot frei zum Schuss, verzog dabei jedoch knapp. In der 24. Minute musste mit Jacob Lagacé ein Joker auf die Strafbank. Der ESVK spielte in Unterzahl aber erneut stark und Max Oswald konnte bei einem Konter sogar eine Strafe ziehen und es ging mit vier gegen vier Feldspieler weiter. Im anschließenden kurzen Powerplay hatte Nikolaus Heigl die beste Möglichkeit für die Allgäuer. Im weiteren Spielverlauf neutralisierten sich die beiden Mannschaft weitestgehend, so dass Torchancen auch eher Mangelware waren. Nach dem die Kaufbeurer durch Sebastian Gorcik in Minute 37 noch selbst hätten in Führung gehen können, markierten die Thurgauer fast im Gegenzug ihren zweiten Treffer des Abends. Rihards Babulis konnte einen flachen Direktschuss von Hunter Garlent aus dem Slot heraus noch stark parieren, war dann gegen den Nachschuss von Jaison Dubois aber machtlos. So ging es für die Wertachstädter mit einem 1:2 Rückstand in die zweite Pause.

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In einem temporeichen Schlussdrittel waren große Chancen wie schon in den ersten beiden Dritteln Mangelware. Beide Mannschaften spielten weiter sehr diszipliniert und vor allem strukturiert. Die besten Möglichkeiten für den ESVK hatten rund um die 50. Spielminute Max Hops mit einem Pfostenschuss und kurze Zeit später Jamal Watson, der im Powerplay an der Latte scheiterte. Zwei Minuten vor dem Ende agierten die Joker nach einer Auszeit von Trainer Marko Raita mit sechs gegen fünf Feldspielern und hatten durch Johannes Krauß, Jamal Watson, Max Oswald und John Lammers dicke Chancen doch noch den Ausgleich zu erzielen. Zwischendurch rette Simon Schütz auch noch als letzter Verteidiger spektakulär im Fallen gegen einen Thurgauer Stürmer, der nur noch in das leere ESVK Gehäuse hätte treffen müssen. Da kein Treffer mehr fallen sollte, endete die Partie mit 1:2 aus Sicht der Wertachstädter.

Anschließend wurde noch eine Overtime und ein Penaltyschießen durchgeführt. In der Verlängerung, in welcher die Joker die klar tonangebende Mannschaft waren, sollten keine Tore fallen. Im anschließenden Penaltyschießen trafen zwei Schweizer Schützen während der Schweizer Schlussmann Luis Janett keinen Gegentreffer zu ließ.