ESV Kaufbeuren muss sich den Bietigheim Steelers geschlagen geben

Die Kaufbeurer Joker müssen sich im DEL2 Vergleich mit den Steelers 5:4 n.V. geschlagen geben.

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Gestern stand für die Mannschaft von Trainer Rob Pallin das erste Spiel des Get-Ready-Cup auf dem Programm. Dabei traten die Joker beim DEL2 Ligakonkurrenten Bietigheim Steelers an. Bei den Jokern mussten Jan Bednar und Joey Lewis passen. Beide können eventuell aber am Sonntag beim Rückspiel in Kaufbeuren schon wieder mit dabei sein. Dafür war heute Youngster Markus Schweiger im Aufgebot. Das Tor hütete Stefan Vajs.

Die Steelers legten in ihrem ersten Heimauftritt gleich ein hohes Tempo an den Tag und kamen nach wenigen Augenblicken schon zu einer ersten gefährlichen Aktion vor dem Kasten von Stefan Vajs. In der zweiten Spielminute schlug die Scheibe dann auch schon zum ersten Mal im Tor der Joker ein. Die Hausherren nutzten einen Fehler der Kaufbeurer Defensive in der eigenen Zone eiskalt aus. Norman Hauner legte vor dem Tor quer zu C. J. Stretch und dieser musste nur noch zum 1:0 einschieben. Die Fehlerquote der Kaufbeurer Verteidiger bleib aber weiter hoch. So scheiterte Riley Sheen frei vor Stefan Vajs und auch Norman Hauner scheiterte am Kaufbeurer Schlussmann. Die Wertachstädter nutzten dann ihr erstes Powerplay nach fünf Minuten durch John Lammers zum 1:1 Ausgleichstreffer. Die Vorlagen lieferten Tyler Spurgeon und Daniel Oppolzer. Nur wenige Sekunden später brachte Max Oswald mit seinem ersten Treffer bei den Profis die Joker mit 1:2 in Front. Das Eigengewächs des ESVK fälschte dabei einen Schuss von Fabian Koziol unhaltbar für Cody Brenner in den Kasten ab. Das Spiel wog dann hin und her. Die Joker mit der vielleicht etwas besseren Spielanlage, dafür aber auch mit der deutlich höheren Fehlerquote an der offensiven blauen Linie. In einem weiteren Powerplay für die Rotgelben hatten Patrick Reimer und John Lammers dicke Chancen auf einem weiteren Treffer. Während Stefan Vajs einen Konter von Alexander Preibisch gekonnt entschärfte. Sami Blomqvist scheiterte später noch mit einem gewaltigen Schlagschuss an der Latte. Ein weiterer Fehler in der offensiven Zone brachten den Steelers dann in Minute 18 den Ausgleichstreffer. Benjamin Zientek musste nach einem zwei auf eins Konter nur noch einschieben, aber das sollte es noch nicht gewesen sein. Ein weiterer Abspielfehler und ein durcheinander vor dem Tor von Stefan Vajs, nutzte Calvin Pokorny aus dem Gewühl heraus, zum 3:2 Führungstreffer für die Bietigheimer. Die Joker machten sich mit ihren dicken Fehlern also ein besseres Ergebnis nach 20 Minuten, auch ein wenig selbst kaputt.

Das zweite Drittel war deutlich ereignisarmer wie der erste Durchgang. Trotz alle dem hatten beiden Torhüter viel tun. Diese Mal schlugen die Joker aber mit ihrer ersten Torchance eiskalt zu. Alex Thiel fand den vor dem Tor stehenden Tyler Spurgeon und dieser hatte keine Mühe, die Scheibe aus kurzer Distanz zum 3:3 Ausgleichstreffer zu versenken. Die Joker standen nun Defensiv deutlich stabiler wie noch im ersten Anschnitt und hatten wiederum eine kleine optische Überlegenheit, die Hausherren wiederum, konterten oftmals gefährlich. Stefan Vajs im Kasten der Wertachstädter hatte aber alles im Griff und ließen vorerst keinen Treffer mehr zu. In der Offensive hatten u.a. Branden Gracel, Tyler Spurgeon und Sami Blomqvist gute Möglichkeiten auf den vierten Treffer für die Kaufbeurer. Diesen besorgte dann aber Fabian Koziol in der 38. Spielminute, und dies auf eine etwas kuriose Art und Weise. Der ESVK Verteidiger brachte die Scheibe noch vor der blauen Linie in die Richtung von Steelers Keeper Cody Brenner und dieser ließ die sich leicht absenkende Scheibe, unglücklich durch die Hosenträger über die Linie rutschen. Direkt nach dem Treffer zum 3:4 hatte Tyler Spurgeon noch eine gute Chance, die Führung der Rotgelben auszubauen. Er scheiterte jedoch, aus einem etwas zu spitzen Winkel, knapp.

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Das letzte Drittel war lange spannend. Leider verlor den ESVK nach Max Lukes im zweiten, auch noch Sami Blomqvist zu Beginn des dritten Drittels verletzungsbedingt, so dass Coach Rob Pallin seine Reihen erneut umstellen musste. Dies machte sich dann auch ein wenig in der offensiven Durchschlagskraft bemerkbar. Chancen für einen weiteren Treffer hatten die Kaufbeurer aber durchaus. Patrick Reimer hatte zwei dicke Dinger auf dem Schläger. Die Nummer 37 der Joker scheiterte einmal aus dem hohen Slot heraus hauch dünn und bei einem Konter in Unterzahl, an der Schulter von Cody Brenner und der Latte. Auf der Gegenseite musste Stefan Vajs dann in Minute 55 ein Geschoss von Riley Sheen zum 4:4 Ausgleichstreffer passieren lassen. Der Kanadier hatte im Powerplay deutlich zu viel Platz und ließ sich diese Chance dann nicht nehmen. Beide Mannschaften hatten in den letzten fünf Minuten noch die Chance das Spiel zu entscheiden, was aber nicht gelingen sollte. Somit ging es in die Verlängerung. Dort trafen die Hausherren bei einer angezeigten Strafe und somit mit einem Mann mehr auf dem Eis, zum 5:4 Siegtreffer. Max Renner überwand Stefan Vajs dabei mit einem platzierten Schuss von der blauen Linie. Wobei dem Kaufbeurer Torhüter die Sicht versperrt war.

Trainer Rob Pallin zum Spiel: „Das erste Drittel war leider sehr fehlerhaft. Die weiteren 40 Minuten waren aber recht ordentlich und wir haben besseres Eishockey gespielt. Es war natürlich etwas ärgerlich, dass wir Max Lukes und Sami Blomqvist während des Spieles verletzungsbedingt verloren haben, nach dem uns vor dem Spiel schon Joey Lewis und Jan Bednar ausgefallen sind. Das Spiel war trotzdem sehr aufschlussreich für mich, ich habe einige Dinge gesehen, an denen wir definitiv noch arbeiten müssen.“