ESV Kaufbeuren sichert sich Heimsieg gegen die Löwen Frankfurt

Ein Nachholspiel zwischen dem ESV Kaufbeuren und den Frankfurter Löwen stand am Dienstagabend auf dem Plan. Die Joker mussten dabei erneut auf gleich beide Stammtorhüter verzichten und auch Sami Blomqvist musste weiterhin passen. Dafür konnte Rob Pallin seinen Topscorer John Lammers wieder aufs Eis lassen und zwischen den Pfosten durfte Maximilian Meier wieder sein Können unter Beweis stellen. Bei den Löwen wartete man gespannt, wie sich die Mannschaft nach der langen, Corona bedingten Zwangspause, wieder in ihren Spielfluss einfinden würde.

Munterer Auftakt in der erdgas schwaben arena. Branden Gracel lässt gleich mal einen gefährlichen Rückhandschuss in Richtung Frankfurter Tor los, trifft aber nur das Außennetz. Auf der anderen Seite zieht Oldie Eduard Lewandowski aus der Distanz ab und Maximilian Meier muss zum ersten Mal eingreifen. Die vierte Minute läuft und es klingelt im Gästetor. Philipp Krauß luchst einem Frankfurter in der Vorwärtsbewegung den Puck ab, dieser landet beim allein startenden Fabian Voit und der bleibt kalt wie eine Hundeschnauze gegen Patrick Klein im Tor der Löwen. Kurz darauf fast das 2:0, aber John Lammers zielt zu genau und trifft ans Lattenkreuz. In der Folge die Gäste die spielbestimmende Mannschaft, Adam Mitchell und Kyle Wood ziehen jeweils freistehend ab, doch der gebürtige Peißenberger Maximilian Meier unterstreicht mit starken Reflexen seine Daseinsberechtigung in Liga Zwei. Es setzt weitere Frankfurter Chancen durch Hüttl und Schinko, der ESVK lässt zu viel zu, ist aber selbst immer wieder gefährlich durch schnelle Konter. Einen Tempogegenstoß verwerten, können dann aber die Gäste in der 16. Minute. Luis Schinko fährt mit viel Speed in die Angriffszone, legt quer auf Darren Mieszkowski und der trifft zum 1:1. Die Frankfurter jetzt etwas übermotiviert und müssen in Person von Eduard Lewandowski für zwei Minuten wegen Beinstellens auf die Strafbank. Die Joker ziehen ihr Überzahlspiel konsequent auf, Tyler Spurgeon erkämpft sich wie gewohnt seinen Platz vor dem Gäste Tor und kann einen schnellen Pass von John Lammers zur 2:1 Führung in der 18. Minute verwerten. Starke Aktion und das bringt Rückenwind. Die Joker sind in den letzten beiden Minuten vor der Sirene die bessere Mannschaft und hoffentlich kann dieser Schwung auch mit ins zweite Spieldrittel genommen werden.

Diese Hoffnung erfüllt sich leider ganz und gar nicht. Die Gäste kommen aggressiv aus der Kabine und nach wenigen Sekunden schon zur ersten Topchance durch Martin Buchwieser, der aber aus kurzer Distanz das Tor nicht trifft. Die Joker geben die neutrale Zone viel zu leicht auf und so wird der Frankfurter Druck immer größer. Zu groß und dadurch fällt auch mit Ansage der Ausgleich in der 24. Minute. Sebastian Collberg passt in die Mitte zu Adam Mitchell, der trifft die Scheibe zwar nicht wirklich gut, aber gut genug, um sie hinter die Linie trudeln zu lassen. Das Spiel machen nun ausschließlich die Löwen. In der 27. Minute dann einmal ein kleines Lebenszeichen der Rotgelben, doch Wörle´s Schuss aus zu spitzem Winkel und leichte Beute für Patrick Klein. Dann schlechter Wechsel der Joker und die Gäste laufen einen Drei gegen Eins Konter, Florin Ketterer wirft sich stark in den Passweg und verhindert Schlimmeres. Frankfurt mit unglaublich gutem Forechecking und die Hausherren können sich kaum aus dem eigenen Drittel befreien. Immer wieder steht Maximilian Meier im Brennpunkt, der erst einen verdeckten Schuss von Dimitriev mit der Fanghand entschärft und dann noch zweimal gegen Topscorer Sebastian Collberg klären kann. Die 34. Minute bricht an, Julian Eichinger erkämpft sich das Spielgerät im Drittel der Löwen, bringt die Scheibe zu Alex Thiel, der weiter auf Branden Gracel und plötzlich steht es 3:2 für Kaufbeuren. Gracel zieht einfach mal aufs Tor und die Scheibe geht irgendwie an Patrick Klein vorbei und hinein. Es folgt ein Videobeweis, aber der Treffer zählt. Am Spielverlauf ändert das allerdings nichts. Die Gäste laufen weiter an und Christian Kretschmann mit der hervorragenden Einschussmöglichkeit, doch der ESVK Keeper bringt die Löwen langsam zur Verzweiflung. Zwei Minuten vor dem Pausentee gibt es noch eine Strafe gegen Frankfurts Collberg, der mit seinem Schläger im Gesicht von Sören Sturm rumhantiert. Die Joker können dadurch die Gefahr zwar vom eigenen Tor weg, aber leider nicht auf das Gegnerische bringen. Bevor es in die Kabinen geht, setzt es nochmals eine Strafe wegen Spielverzögerung gegen die Gäste, was den Jokern ein Powerplay zum Start in das Schlussdrittel beschert.