Der ESV Kaufbeuren hat es geschafft! Mit einem 4:2-Auswärtssieg bei den Selber Wölfen sicherten sich die Joker den Verbleib in der DEL2. Trotz zahlreicher verletzungs- und krankheitsbedingter Ausfälle kämpfte das Team von Daniel Fießinger leidenschaftlich und entschied die Relegationsserie für sich.
Starker Start bringt die Führung
Kaufbeuren startete mit viel Schwung in die Partie und übernahmen von Beginn an die Spielkontrolle. Bereits nach 30 Sekunden hatte Joey Lewis die erste große Chance, scheiterte jedoch an Selbs Goalie Kevin Carr. Auch in den folgenden Minuten blieben die Gäste das aktivere Team und setzten die Defensive der Wölfe unter Druck.
Kurz vor der ersten Drittelpause belohnten sich die Joker für ihren engagierten Auftritt: Dani Bindels verwandelte einen Nachschuss aus kurzer Distanz zur verdienten 1:0-Führung (18. Minute). Mit diesem Spielstand ging es in die Kabinen.
Selb gleicht aus – Kaufbeuren kontert prompt
Im zweiten Abschnitt kamen die Gastgeber besser ins Spiel. Bereits in der 22. Minute gelang Daniel Schwamberger der 1:1-Ausgleich, als er einen Bandenabpraller eiskalt verwertete. In der Folge drängten die Selber Wölfe auf den Führungstreffer, doch die Kaufbeurer Abwehr hielt dem Druck stand.
Die Antwort der Allgäuer folgte in der 30. Minute: Jamal Watson nutzte einen schnellen Konter und setzte die Scheibe unhaltbar ins Netz – 2:1 für Kaufbeuren. Doch die Freude währte nicht lange. Nach einem Scheibenverlust an der eigenen blauen Linie glichen die Gastgeber erneut aus. Carson McMillan ließ Daniel Fießinger in der 36. Minute keine Chance und stellte auf 2:2.
Entscheidung im Schlussabschnitt
Der letzte Spielabschnitt war an Spannung kaum zu überbieten. Beide Teams kämpften mit offenem Visier um den entscheidenden Treffer – wohl wissend, dass ein Tor das Spiel und die Serie entscheiden könnte.
Nachdem die Kaufbeurer in Unterzahl stark verteidigten, erhielten sie in der 53. Minute selbst die Gelegenheit im Powerplay. Nolan Yaremko nutzte diese eiskalt und brachte Kaufbeuren mit einem präzisen Schuss zum 3:2 auf die Siegerstraße.
Selb versuchte in den letzten Minuten noch einmal alles und nahm den Torhüter zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis. Doch Colby McAuley machte mit seinem Empty-Net-Treffer in der 59. Minute mit dem 4:2 endgültig den Deckel drauf.
Joker bleiben in der DEL2
Mit einer kämpferisch starken Leistung und einem disziplinierten Auftritt sicherte sich Kaufbeuren den verdienten Klassenerhalt in der DEL2. Trotz zahlreicher Ausfälle zeigte das Team eine beeindruckende Moral und ließ sich nicht beirren.
Der ESV Kaufbeuren bleibt nach einer harten Saison damit auch in der kommenden Spielzeit.


