Ethikrat-Chefin fordert höheres Impftempo

Die Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, Alena Buyx, hat eine schnellere Beteiligung niedergelassener Ärzte bei den Corona-Impfungen gefordert. „Es ist ein ethisches Gebot, jetzt Meter zu machen beim Impfen“, sagte Buyx in der Sendung „Frühstart“ von RTL und n-tv. „Ich bin ein ganz großer Befürworter, dass man das in die niedergelassenen Praxen bringt – so schnell wie möglich.“

Dts Image 15254 Seibgrftdg 3121 800 600Impfzentrum, über dts Nachrichtenagentur

Sie habe großes Vertrauen, dass die niedergelassenen Ärzte die vorgegebene Impfreihenfolge im Großen und Ganzen gut umsetzen können. Man sollte grundsätzlich an der Priorisierung festhalten, aber den Ärzten die Möglichkeit geben, selbst zu entscheiden, wen man besonders schnell impfe. Die Sorgen der Deutschen Stiftung Patientenschutz und der Ständigen Impfkommission seien nachvollziehbar, so Buyx weiter.

Sie sei dennoch zuversichtlich, dass den Ärzten die Aufgabe mit mehr Flexibilität lösen können. Die Chefin des Ethikrats verwies darauf, dass Ärzte ohnehin Impfatteste für Risikopatienten ausstellen müssten. „Wenn man einen Termin macht, um ein Attest zu kriegen, dann ist es natürlich viel einfacher und lässt sich direkt impfen und braucht erst gar kein großes Attest.“