Besuch des EU-Kommissars beim Bayerischen Landeskriminalamt
München – Der EU-Kommissar für Innere Angelegenheiten und Migration, Dr. Magnus Brunner, besuchte heute das Bayerische Landeskriminalamt (BLKA) in München. Er verschaffte sich vor Ort einen Überblick über die aktuellen Herausforderungen im Bereich der inneren Sicherheit. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen insbesondere die zunehmenden Bedrohungen durch hybride Angriffe, Cyberkriminalität und Desinformationskampagnen.
Wachsende Bedeutung der europäischen Sicherheitszusammenarbeit
Der Besuch von Dr. Brunner betont die wachsende Bedeutung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen den europäischen Sicherheitsbehörden. Gemeinsam mit hochrangigen Vertretern des BLKA, des Bayerischen Staatsministeriums des Innern für Sport und Integration sowie der Bayerischen Staatsanwaltschaft diskutierte er über die Auswirkungen digitaler und hybrider Bedrohungen auf die innere Sicherheit. Dabei wurde auch die Notwendigkeit angesprochen, bestehende rechtliche und institutionelle Strukturen auf europäischer Ebene zu modernisieren und zu stärken.
Polizeipräsident Norbert Radmacher betonte: „Sicherheit endet nicht an nationalen Grenzen. Hybride Bedrohungen, Cyberangriffe und organisierte Kriminalität fordern alle europäischen Sicherheitsbehörden gemeinsam heraus.“ Radmacher hob zudem die Bedeutung des kontinuierlichen Dialogs zwischen der politischen Ebene und den operativen Sicherheitsdiensten hervor, um der komplexen Bedrohungslage wirksam zu begegnen.
Fokus auf Cyberkriminalität und europäische Initiativen
Dr. Brunner sprach Dr. Brunner bei seinem Besuch seinen Dank für die Arbeit der Bayerischen Polizeibehörden aus und lobte den direkten Einblick in deren Ermittlungspraxis. Er erklärte: „Die Bedrohungen, denen Europa ausgesetzt ist, entwickeln sich ständig weiter. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen innerer und äußerer Sicherheit zunehmend. Diese Gefahren machen vor keiner Grenze halt – auch nicht im digitalen Raum. Die heutigen Einblicke im Landeskriminalamt haben das eindrucksvoll gezeigt. Genau deshalb hat die Europäische Kommission eine Strategie für die innere Sicherheit vorgelegt – damit Ermittlerinnen und Ermittler über die notwendigen Mittel verfügen, diesen Gefahren vorzubeugen und sie wirksam zu bekämpfen.“
Ein besonderer Schwerpunkt der Fachgespräche lag auf dem frühzeitigen Erkennen und Abwehren digitaler Angriffe sowie der Stärkung europäischer Initiativen zur Bekämpfung von Cyberkriminalität. Dr. Brunner betonte die Bedeutung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger.

