Die EU-Kommission blickt pessimistischer als zuletzt auf die bevorstehende Wirtschaftsentwicklung im Euroraum. Laut Herbstprognose dürfte die Wirtschaft in der Eurozone in diesem Jahr ein BIP-Zuwachs von 1,1 Prozent verzeichnen, teilte die EU-Kommission am Donnerstag mit. Damit wird die Prognose vom Sommer (1,2 Prozent) unterboten.

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In den Jahren 2020 und 2021 rechnet die Brüsseler Behörde mit einem Wachstum von jeweils 1,2 Prozent. Für die EU insgesamt wird für die Jahre 2019, 2020 und 2021 nun ein BIP-Wachstum von 1,4 Prozent erwartet. Auch hier war für 2020 im Sommer noch ein Wachstum von 1,6 Prozent prognostiziert worden. „Bislang hat sich die europäische Wirtschaft trotz ungünstigerer weltwirtschaftlicher Rahmenbedingungen als robust erwiesen: Die Wirtschaft ist weiter gewachsen, es wurden neue Arbeitsplätze geschaffen und die Binnennachfrage ist nach wie vor kräftig“, sagte EU-Kommissionsvize Valdis Dombrovskis. „Doch könnten nun schwierigere Zeiten anbrechen“, fügte er hinzu. Er rief alle EU-Mitgliedstaaten mit hohem öffentlichen Schuldenstand dazu auf, die vorsichtige Finanzpolitik fortzusetzen und die Schuldenstände kontinuierlich abzubauen. „Demgegenüber sollten Mitgliedstaaten mit haushaltspolitischem Spielraum diesen auch nutzen“, sagte er weiter.