Die Europäische Union will ihre Grenz- und Küstenwache Frontex zunehmend auch außerhalb der EU einsetzen. EU-Flüchtlingskommissar Dimitris Avramopoulos sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagsausgaben), es gebe die Absicht, die Zusammenarbeit außerhalb der EU auszudehnen. „Das ist sehr wichtig“, fügte er hinzu.

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Eine erste Frontex-Operation außerhalb der EU startete vor Kurzem in Albanien. Er werde in Kürze in weitere Länder der West-Balkanregion reisen, „wo unsere Grenz- und Küstenwache ebenfalls bald aktiv werden kann“, sagte der Kommissar. Er bejahte auch die Frage, ob solche Operationen auch in Afrika folgen könnten. Avramopoulos fügte aber zugleich hinzu: „Die europäischen Grenzbeamten mischen sich nicht in die inneren Angelegenheiten dieser Staaten ein, wir unterstützen sie und kooperieren mit ihnen.“ Der Flüchtlingskommissar warb auch generell für eine stärkere Zusammenarbeit der EU mit Drittstaaten, so wie mit der Türkei vereinbart worden sei. Das Abkommen mit der Türkei funktioniere, es müsse am Leben erhalten werden, mahnte Avramopoulos. Er erneuerte auch die Forderung nach einem Ende der Binnen-Grenzkontrollen im Schengen-Raum, wie sie von Deutschland und anderen EU-Staaten trotz Kritik fortgeführt werden: „Die Binnen-Grenzkontrollen müssen beendet werden. Unsere Empfehlung an die Mitgliedstaaten ist, gegebenenfalls Polizeikontrollen auf nationaler Ebene zu verstärken“, sagte Avramopoulos.