Europäischer Tag gegen Menschenhandel: Augsburger demonstrieren in der Innenstadt

Zum Europäischen Tag gegen Menschenhandel am 18.10.2014 kamen mehr als 80 Bürger und Bürgerinnen zu einem „Walk for Freedom“ in der Augsburger Innenstadt zusammen, um ein Zeichen gegen Menschenhandel und die sexuelle Ausbeutung von Frauen in Augsburg zu setzen. Veranstalter war die Gruppe „AugsburgerInnen gegen Menschenhandel“.

PM_Bild1_14_10_18 Europäischer Tag gegen Menschenhandel: Augsburger demonstrieren in der Innenstadt News Augsburg Demo Menschenhandel | Presse Augsburg
Zum Europäischen Tag gegen Menschenhandel am 18.10.2014 kamen mehr als 80 Bürger und Bürgerinnen zu einem „Walk for Freedom“ in der Augsburger Innenstadt zusammen, um ein Zeichen gegen Menschenhandel und die sexuelle Ausbeutung von Frauen in Augsburg zu setzen.

Die Gruppe Ehrenamtlicher, geleitet von Pastor Klaus Engelmohr, organisierte im letzten Jahr bereits einen „Walk for Freedom“ (deutsch: Marsch für die Freiheit) in der Innenstadt. Dass auch dieses Jahr die Veranstaltung auf große Resonanz gestoßen ist, überrascht Engelmohr nicht: „Im letzten Jahr haben wir erlebt, dass sich bei diesem Thema etwas tut – sowohl in den Köpfen der Menschen als auch in der Politik – und wir finden immer mehr Menschen, die sich mit den derzeit herrschenden Missständen nicht zufrieden geben wollen“. Erst im August wurde Sr. Lea Ackermann als Preisträgerin des Preises „Augsburger Hohes Friedensfest“ für ihren Einsatz gegen Zwangsprostitution bekannt gegeben – die Gruppe „AugsburgerInnen gegen Menschenhandel“ veranstaltete im Mai dieses Jahres eine Autorenlesung mit der SOLWODI-Gründerin in der Neuen Stadtbücherei.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Ziel des Europäischen Tages gegen Menschenhandel war es, die Themen Menschenhandel und Zwangsprostitution an die Öffentlichkeit zu bringen und damit Handlungsdruck auf die Politik auszuüben. „Verglichen mit der Gesetzgebung in anderen europäischen Ländern, hinkt Deutschland bei diesen Themen eindeutig hinterher. In Augsburg allein gibt es Hunderte von Frauen, die zur Prostitution gezwungen werden. Da muss die Politik handeln“, erklärt Engelmohr.

Durch das Verteilen von Flyern am Augsburger Hauptbahnhof sowie einem Informationsstand am Königsplatz wollte die Gruppe ein Bewusstsein für Menschenhandel und Zwangsprostitution in Augsburg schaffen. Höhepunkt der Veranstaltung war die Demonstration selbst, bei der sich eine Menschenschlange in weißen T-Shirts mit dem Slogan „AugsburgerInnen gegen Menschenhandel“ auf den Weg durch die Innenstadt machte.