Ausgangspunkt der internationalen Durchsuchungsaktion war nach Herrmanns Worten die Aushebung einer Falschgelddruckerei durch das Bundeskriminalamt Österreich und das Landeskriminalamt Wien bei einem 32-jährigen Österreicher. Der 32-Jährige vertrieb selbst produzierte 10-, 20- und 50-Euro-Falschnoten über illegale Darknetmarktplätze im Internet.

Die bayerischen Behörden standen bereits seit geraumer Zeit mit den österreichischen Ermittlern in engem Kontakt und unterstützten die dortigen Ermittlungen maßgeblich, da der in Österreich festgenommene 32-Jährige auch bayerische Packstationen nutzte, um sich Hologramme aus China für die Produktion des Falschgeldes zuschicken zu lassen. Im Rahmen der umfangreichen Ermittlungen konnten eine Vielzahl von Personen festgestellt werden, die verdächtig sind, diese Falschnoten gekauft zu haben.

In 220 Fällen leiteten die Falschgeldermittler des Bayerischen Landeskriminalamts Ermittlungsverfahren wegen Geldfälschung bei der Zentralstelle Cybercrime Bayern ein. In Bayern durchsuchten mehr als 150 Ermittler in allen Regierungsbezirken insgesamt 28 Objekte bei 24 Tatverdächtigen. In zwei Fällen wurde die Polizei im Bereich der schwäbischen Polizeipräsidien aktiv.