Nächstes knappes Auswärtsspiel des EV Füssen, im Gegensatz zur letzten Partie in Regensburg gelang bei den zweitplatzierten Selber Wölfen aber ein Punktgewinn. 3:4 (2:1, 1:2, 0:0, 0:1) musste sich die Mannschaft von Trainer Andreas Becherer erst in der Verlängerung geschlagen geben. Neben den Langzeitverletzten fehlten diesmal auch Kapitän Eric Nadeau und Marius Klein, während bei den Gastgebern Zweitliga-Neuzugang Dominik Kolb erstmals mit von der Partie war. Er wurde dann auch gleich zum besten Spieler des VER gewählt, auf EVF-Seite erhielt die Auszeichnung mit Tobias Echtler ebenfalls ein Verteidiger.ev-füssen EV Füssen gibt sich in Selb erst in der Verlängerung geschlagen mehr Eishockey News Ostallgäu Sport EV Füssen VER Selber Wölfe | Presse Augsburg

Die Füssener spielten beim Tabellenzweiten zunächst ein starkes erstes Drittel. Bereits nach 72 Sekunden konnte Dejan Vogl die Gäste aus dem Ostallgäu in Führung bringen. Mit konsequentem Forechecking und schnellen Kombinationen wurden auch in der Folge immer wieder gute Chancen heraus gespielt und viel Druck erzeugt. Während zwei Strafzeiten gegen die Hausherren noch nicht genutzt werden konnten, erhöhte der junge Ondrej Zelenka in der 17. Minute mit seinem ersten Oberligatreffer aber auf 0:2. Einziger Wermutstropfen: Die Zwei-Tore-Führung konnte nicht in die Pause mitgenommen werden, eine gute Zeigerumdrehung vor Ende nutzte Christoph Kabitzky einen von nur sieben Torschüssen der Selber im ersten Abschnitt zum Anschlusstreffer.

Eichberger erzielt erstes Oberligator für Füssen

Blieben die Schwarz-Gelben in den ersten zwanzig Minuten ohne Strafzeiten, so gab es diese im Mitteldrittel zunächst in Serie. Nach nur elf Sekunden musste Velebny auf die Strafbank, kaum wieder komplett folgte sofort Zelenka, und nachdem auch dieses Powerplay der Wölfe unbeschadet überstanden wurde, musste kurz darauf schon wieder Wiedemann auf das Sünderbänkchen. Während dieser Strafzeit erwischte es auch noch Florian Simon, und diese doppelte Überzahl nutzte Selb durch Ian McDonald schließlich zum 2:2. Danach gab es zur Abwechslung auch mal wieder eine Schiedsrichterentscheidung gegen die Gastgeber, und nun konnte der EVF die numerische Überlegenheit in Zählbares ummünzen. Der lange verletzte Manfred Eichberger erzielte sein erstes Oberligator für Füssen und die erneute Führung. Eine weitere, sofort anschließende Strafe konnte dagegen nicht genutzt werden. Danach hatte Selb eine starke Phase und erzeugte immer mehr Druck. Es war schließlich eine schöne Einzelleistung von Stürmerstar McDonald, der mit dem 3:3 den erneuten Ausgleich herstellte.

Umkämpfte Schlussphase mit besserem Ende für Selb

Das Schlussdrittel begann wieder mit einer Strafe gegen den EVF. Diesmal musste Wiedemann nach 17 Sekunden raus. Mit viel Kampf wurde auch diese Situation vom starken Torhüter Andi Jorde und seinen Vorderleuten gemeistert, und danach hatte Füssen seinerseits eine zweiminütige doppelte Überzahl, konnte diese Riesenchance jedoch nicht nutzen. Auch danach haderten beide Mannschaften mit den Schiedsrichterentscheidungen, es gab viel Kopfschütteln ob der Leistung der Spielleitung. Die Schlussphase war ausgeglichen, beide Teams schenkten sich nichts und hatten in der umkämpften und schnellen Partie jeweils den Siegtreffer auf dem Schläger. Schließlich gab es Verlängerung und hier folgte erneut eine frühe Strafzeit gegen Füssen, diesmal in Person von Christian Krötz. Diese Chance ließen sich die Stars der Selber nicht entgehen, Ian McDonald erzielte mit seinem dritten Treffer das Siegtor zum 4:3.

Trainer Andreas Becherer (EVF): „Ich bin froh, bei diesem tollen Spiel dabei gewesen zu sein. Das hat richtig Spaß gemacht. Nur einer konnte dem Ganzen heute mit komischen Entscheidungen nicht so richtig folgen. Wir sind sehr gut gestartet, mit viel Speed und Druck. Im zweiten Drittel haben uns die vielen Strafzeiten aus dem Rhythmus gebracht. Selb konnte dann mehr Druck machen, so eine Mannschaft kann man auch nicht 60 Minuten lang ausschalten. Wir haben eine richtig gute Leistung gebracht, und im Hinblick auf das glücklich gewonnene Hinspiel geht die Punkteaufteilung heute so in Ordnung.“ (MiL)

Tore: 0:1 (2.) Vogl (Dropmann, Deubler), 0:2 (17.) Zelenka (Echtler, Kircher), 1:2 (19.) Kabitzky (Bär, Kolb), 2:2 (28.) McDonald (Ondruschka, Graaskamp/5-3), 2:3 (31.) Eichberger (Velebny, Vogl/5-4), 3:3 (39.) McDonald (Turner, Kolb), 4:3 (62.) McDonald (Ondruschka, Schmidt/4-3).

Strafminuten Selb 16-Füssen 16

Zuschauer 1818.