EV Füssen muss sich im Altmeisterduell dem SC Riessersee geschlagen geben

Das Altmeisterduell geht schlussendlich deutlich mit 5:1 (2:0, 1:0, 2:1) an den SC Riessersee. Der EV Füssen konnte dabei nicht an die Vorstellung in Memmingen anknüpfen und wirkte nicht so spritzig wie zuletzt. Gegen den erfahrenen und mit viel höherklassiger Qualität ausgestatteten Gegner war der durch zu leichte Gegentreffer entstandene Rückstand nicht mehr aufzuholen. Garmisch bestätigte dagegen seine Form und kam schlussendlich zu einem klar verdienten Auswärtssieg.

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Symbolbild

Füssen begann engagiert, machte Druck auf das gegnerische Tor. Nach knapp vier Minuten passierte aber das, was in Memmingen über 60 Minuten perfekt vermieden wurde. Ein schlimmer Abwehrschnitzer ermöglichte SCR-Topscorer Arkiomaa nach einem verunglückten Wechsel völlig unbedrängt das 0:1. Füssen blieb dennoch weiter am Drücker und hatte gute Ausgleichschancen durch Vogl und Payeur. Wie aus dem Nichts viel zu diesem Zeitpunkt bei angezeigter Strafe das 0:2 durch Kronawitter. Er überraschte Maximilian Meier, der kurzfristig für Benedikt Hötzinger im Tor stand, aus spitzem Winkel. Nun ging beim EVF erst einmal nichts mehr zusammen, und gerade bei drei Lattentreffern innerhalb von nicht einmal zwei Spielminuten konnte man von Glück sagen, dass man nach dem ersten Abschnitt nicht schon deutlich gegen die Garmischer zurück lag.

Im zweiten hatte Füssen zunächst die Anschlussmöglichkeit durch Diebolder, ehe der SCR wieder den Kreisel im EVF-Drittel anwerfen durfte. Beim ersten Powerplay waren dann aber genügend Chancen für ein Tor da. Vogl, Stauder, ein Nachschuss von Sill, wieder komplett erneut der bestens freigespielte Stauder, alle Versuche scheiterten. Dann gab es eine heikle Unterzahlsituation zu überstehen, hier hatte Maxi Meier Schwerstarbeit zu verrichten. Kaum komplett ging es erneut Richtung Garmischer Tor, Payeur nach einem Abwehrfehler und Höfler verpassten. Aber wenn man vorne die Treffer nicht macht dann geht das meistens nach hinten los, und wie schon im ersten Abschnitt, als sich der SCR offensiv eigentlich gerade eine Auszeit nahm, fiel genau hier das 0:3 durch einen Rückhandschuss von Maurer. Ebenfalls wie im Startdrittel ging beim Heimteam danach nichts mehr zusammen.

Das Schlussdrittel begann mit einer Großchance durch Marc Besl, er wurde aber unfair gestoppt. Das Überzahl war nach nur 20 Sekunden durch eine eigene Strafe jedoch schon wieder beendet. In der Folge hatten beide Teams ihre Chancen, wurden aber spätestens durch die Torhüter gestoppt. Erst als der EVF bei 4 gegen 3 Platz auf dem Eis hatte schlug ein Schuss von Marc Besl im Powerplay zum 1:3 ein. Bei einem weiteren Überzahlspiel schien die Gelegenheit gekommen, um den Anschluss zu erzielen, die Gäste glänzten aber mit einem starken Penaltykilling. Besser machten es kurz darauf die Werdenfelser, ein abgefälschter Schuss von der blauen Linie brachte durch Kronawitter das 1:4. Es spricht für den EVF, nochmals alles probiert zu haben, als man jedoch bereits vier Minuten vor Ende den Torhüter gegen einen sechsten Feldspieler brachte, sahen die Unparteiischen einen Wechselfehler. Also wieder in Unterzahl, aber Marc Besl konnte einen Konter fahren, wurde dabei gefoult. Mit dem fälligen Penalty scheiterte er am fehlerfreien Allavena. Den Schlusspunkt setzte in diesem Powerplay dann Maurer mit dem 1:5. Füssen versuchte es danach weiter, entwickelte aber zu wenig Durchschlagskraft. Am Dienstag geht es bereits weiter mit dem Heimspiel gegen den EC Peiting. (MiL)

Tore: 0:1 (4.) Arkiomaa (Maurer, Wachter), 0:2 (12.) Kronawitter (Mayr, Horschel/6-5), 0:3 (35.) Maurer (Vollmer, Radu T.), 1:3 (47.) Besl (Payeur, Dropmann/4-3), 1:4 (51.) Kronawitter (Mayr, Vollmer/5-4), 1:5 (58.) Maurer (Arkiomaa, Allavena/5-4).

Strafminuten Füssen 18-Riessersee 14

Zuschauer 0.