Der Startschuss in die Finalserie um die Bayerische Meisterschaft endete für den EV Füssen mit einer unnötigen da unglücklichen 2:3-Niederlage (2:0, 0:1, 0:2) gegen den TEV Miesbach. Das Heimteam scheiterte dabei vor allem an der eigenen Chancenverwertung, während die Gäste zu kuriosen Treffern kamen und nun mit 1:0-Siegen in Front liegen.

Gleich 21 Spieler konnte der TEV in Füssen aufbieten, der EVF musste dagegen auf seine DNL-Spieler sowie Marius Klein verzichten. Hierbei besonders bitter: Der Stürmer hatte in allen vier bisherigen Vergleichen mit Miesbach getroffen. Nach der Präsentation des Meisterpokals sowie der Bayernhymne gehörte die Anfangsphase klar dem EV Füssen, nur bei einer Unterzahl hatte der TEV eine Möglichkeit. Kaum wieder komplett setzte Marc Besl einen Handgelenkschuss zum 1:0 in den Torwinkel. Bereits beim nächsten Wechsel hatten Wiedemann und Vaitl zwei Riesenchancen, um sofort zu erhöhen. Danach kam Slavicek frei vor das EVF-Gehäuse, Benedikt Hötzinger blieb aber ebenso Sieger wie bei den beiden anderen Gästechancen in diesem Abschnitt durch Czaika und Gaschke. Im ersten Füssener Powerplay brannte es vor dem Kasten der Oberbayern, aber Newhook, Velebny und Simon vergaben ihre Möglichkeiten. Die zweite Überzahl nutzten die Schwarz-Gelben dann aber durch einen blitzschnell vorgetragenen Angriff, den Markus Vaitl gekonnt zum 2:0 verwandelte.

Auch im Mitteldrittel dominierte Füssen zunächst, Newhook und Besl hatten große Chancen. Selbst in Unterzahl startete Stefan Rott einen Konter, er wurde jedoch ebenso wie der Nachschuss von Tobi Meier gerade noch entschärft. Gerade wieder eine gute Minute komplett zeigte sich erstmals, dass die Miesbacher an diesem Abend mit Fortuna im Bunde sind. Ein harmloser Schuss von der blauen Linie wurde von einem Füssener Verteidiger unglücklich abgefälscht, die Scheibe landete direkt auf dem Schläger von Felix Feuerreiter, der nur noch einzuschieben brauchte. Der Treffer brachte den EVF zunächst aber nicht aus dem Konzept. Wood scheiterte denkbar knapp, ehe Payeur frei vor dem Tor penaltyverdächtig gestoppt wurde. Es gab jedoch nur eine Zweiminuten-Strafe, in welcher zweimal Dropmann sowie Velebny drei Großchancen für den dritten Treffer hatten. Danach bestimmte Miesbach das Spielgeschehen, ohne zu großen Chancen zu kommen. Die hatte wieder Füssen bei einem Powerplay, doch was die Gäste an Glück hatten fehlte dem Heimteam: Die Scheibe ging bei einigen abgefälschten Schüssen immer knapp am Tor vorbei.