Gegen die einsatzfreudig agierenden Miesbacher kam der EVF im letzten Drittel zu weiteren Überzahlspielen, nutzte diese Möglichkeiten aber nicht. Der TEV spielte eher abwartend und bekam seine Chance in der 50. Minute, als Füssen in Unterzahl musste. Allerdings dürften die folgende Szene auch erfahrene Besucher so noch nicht gesehen haben. Bei einem Querpass von Stephan Stiebinger prallte die Scheibe vom Bein eines Füssener Abwehrspielers direkt unter die Torlatte. In der Folge gelang Füssen offensiv nicht mehr viel, die Art und Weise des überraschenden Ausgleichs zeigte Wirkung. Nach so einem Gegentreffer war auch bereits zu erahnen, wie sich das Spiel entwickeln würde, in der 55. Minute folgte dann die Bestätigung. Florian Gaschke überraschte Hötzinger nicht zwingend mit einem Schuss von der blauen Linie zum 2:3. Danach hatten beide Teams noch je eine große Torchance, es blieb aber beim insgesamt glücklichen Erfolg der Gäste, die neben den drei Treffern auf ihren starken Torhüter Timon Ewert sowie ihre Zweikampfstärke bauen konnten. Am Sonntag findet nun das zweite Spiel der Best-of-Five-Serie statt, dann stehen sich beide Teams um 18 Uhr in Miesbach gegenüber.

Trainer Peter Kathan (Miesbach): „Im ersten Drittel waren beide Teams heute nervös. Hier war Füssen stärker, im zweiten Drittel dann wir. Im dritten möchte ich die Schiedsrichterleistung nicht kritisieren, aber es war schwierig. Der Ausgleichstreffer war natürlich sehr glücklich.“

Trainer Andreas Becherer (Füssen): „Ich habe uns heute über 60 Minuten vorne gesehen, wir wollten die Begegnung spielerisch gestalten. Im Endeffekt sind wir an uns selbst gescheitert. Unglückliche Tore passieren, da gibt es keinen Vorwurf. Es war nur ein Spiel in der Serie, am Sonntag greifen wir wieder an und werden Gas geben.“

(MiL)

Tore: 1:0 (8.) Besl (Rott, Payeur), 2:0 (20.) Vaitl (Newhook, Velebny/5-4), 2:1 (28.) Feuerreiter Fe. (Kokoska, Slavicek), 2:2 (50.) Stiebinger (5-4), 2:3 (55.) Gaschke (Schenkel)

Strafminuten Füssen 10-Miesbach 18

Zuschauer 934