Ex-Bundesinnenminister denkt noch heute bei Feuerwerk an Bomben

Der gebürtige Dresdner und ehemalige Bundesinnenminister Gerhart Baum (FDP) denkt noch heute bei Feuerwerk an die Bombenangriffe auf seine Geburtsstadt, die er als Zwölfjähriger im Februar 1945 miterlebt hat. „Über der Stadt wurden Leuchtbomben geworfen, so dass dann die Stadt sichtbar war für die Bomber. Und wenn ich jetzt ein Feuerwerk erlebe, irgendwo hier in Dresden, dann muss ich hart dagegen ankämpfen, dass ich nicht die Vorstellung habe, jetzt kommen die Bomben“, sagte der FDP-Politiker dem „Deutschlandfunk“.

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„Mit Mühe ist man da rausgekommen, meine Mutter mit ihren drei Kindern, und am nächsten Tag war nichts mehr so wie es war.“ Es sei eine schlimme Lebenserfahrung gewesen, „weil man auch die Folgen dann gesehen hat“. Baum warnte gleichzeitig vor einer Instrumentalisierung des Gedenkens an die Opfer der Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg.

„Die Kommunisten haben diese Opfermentalität in der DDR gepflegt und jetzt widerlicherweise die AfD. Auf dem Erinnern kochen extreme Gruppierungen ihre Suppe und instrumentalisieren das Leid der Menschen für ihre Zwecke“, sagte Baum. Das sei „ganz schlimm, aber die Dresdner wehren sich dagegen. Dresden ist anders als Pegida“, sagte der gebürtige Dresdener.