Der frühere US-General David Petraeus hat das Bekenntnis von Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) zum Zwei-Prozent-Ziel bei den Rüstungsausgaben gelobt. Es sei „sehr ermutigend, dass die neue deutsche Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer gleich in einer ihrer ersten Reden die Bedeutung des Zwei-Prozent-Ziels hervorgehoben hat“, sagte der frühere Oberbefehlshaber der US-Truppen in Afghanistan und im Irak dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Montagsausgaben). „Dies ist umso wichtiger angesichts der zunehmend prominenten Rolle, die Deutschlands Wirtschaft in der Welt spielt.“

Gepanzertes Bundeswehr-Auto, über dts Nachrichtenagentur

Petraeus sagte weiter, dass Donald Trump keineswegs der erste US-Präsident sei, der die Bündnispartner zur Einhaltung ihrer Verpflichtungen bei den Verteidigungsausgaben aufrufe: „Als ich die NATO-Truppen in Afghanistan kommandierte, wandte sich Präsident Obama mit einer ähnlich lautenden Forderung an die Verbündeten – wie schon sein Vorgänger.“ Alle NATO-Staaten hätten 2014 zugestimmt, die Militärausgaben bis 2024 in Richtung zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erhöhen: „Ähnliche Zusicherungen gab es bereits 2006.“ Der frühere US-General sagte, die Bundesrepublik zähle „zu Amerikas wichtigsten Partnern“, und er sei zuversichtlich, dass dies so bleibe: „Deutschland war und ist ein verlässlicher Partner – wobei es hinsichtlich der Einsatzbereitschaft seiner Armee in manchem seit einiger Zeit Grund zur Sorge gibt.“