Externe Beratung: Linke kritisieren hohe Regierungs-Ausgaben

Die McKinsey-Tochter Orphoz sowie Ernst & Young sind die Unternehmensberater, die im vergangenen Jahr finanziell am meisten von der Bundesregierung profitiert haben. Das geht aus der Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion hervor, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagausgaben) berichten. Der Linken-Abgeordnete Matthias Höhne bezeichnete die Vergabepraxis als „absurd“.

Dts Image 14968 Nbqeqcchti 3121 800 600Bundestag, über dts Nachrichtenagentur

Beide Firmen hätten das meiste Steuergeld für externe Beratung erhalten, obwohl die McKinsey-Tochter „schon in der Berateraffäre im Verteidigungsministerium eine fragwürdige Rolle“ gespielt und Ernst & Young wegen des Wirecard-Skandals „in den Schlagzeilen“ stehe. „Man fragt sich, was eigentlich passieren muss, damit Firmen nicht länger für Abermillionen von der Bundesregierung unter Vertrag genommen werden“, sagte Höhn. Die Liste der zehn Unternehmen mit den größten Anteilen an den „Beratungs- und Unterstützungsleistungen“ für die Bundesregierung im Jahr 2020 wird von Orphoz mit einem Anteil von 9,47 Prozent angeführt, gefolgt von Ernst &Young mit 8,53 Prozent. Dahinter kommt schon mit deutlichem Abstand „Bearing Point“ – auf diese Firma entfielen 6,82 Prozent der Ausgaben der Bundesregierung für Berater.