„Exzesse werden wir nicht dulden“ | Stadt Augsburg erlässt Maßnahmenpaket gegen Probleme in der Maxstraße

Um die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Stadtgesellschaft im Griff zu behalten, hat die Stadt Augsburg unter dem Gesichtspunkt der Konfliktprävention jetzt ein Maßnahmenkonzept für die Innenstadt verabschiedet. Es gilt an den Wochenenden bis zum 27. September und tritt ab sofort in Kraft.

Maxstrasse 1.Jpg Nacht Corona Partyszene
Polizei und Ordnungsamt hatten in der Maxstraße zuletzt immer wieder alle Hände voll zu tun. | Foto: Bruder

„Wir haben Sommer. Aber es ist ein Corona-Sommer“, beschreibt Ordnungsreferent Frank Pintsch die gegenwärtige Lage unter Infektionsschutzbedingungen. Vor allem in der Maximilianstraße, sei abends und an den Wochenenden ein „erhöhter Nutzungsdruck“ und eine „erhöhte Grundaggressivität zu spüren. Als wesentlichen Grund dafür sieht Pintsch die nach wie vor geschlossenen Diskotheken, Clubs und Bars. „Viele Jugendliche und junge Erwachsene, haben das Bedürfnis, sich frei und ungezwungen zu treffen und zu feiern. Weil sie das derzeit nicht können, bleibt ihnen nur der öffentliche Raum. Dies führt meist zur Zusammenballung von Personengruppen, die aber unbedingt entzerrt werden müssen. Nur so können wiedergewonnene Freiheiten auch in Zeiten des Infektionsschutzes sicher genutzt werden“, sagt der Ordnungsreferent.

Regulierende Wirkung der Außengastronomie

Vor diesem Hintergrund ist es in der Maxstraße und den angrenzenden Innenstadt-Straßen ab sofort vor allem abends verboten, Glasflaschen und Getränkekisten mitzunehmen oder die Innenstadt erkennbar alkoholisiert zu betreten. Kontrolliert wird dies durch Polizei und Ordnungsdienst.

Um die regulierende Wirkung der Außengastronomie zu nutzen, wo sich Gäste im gebotenen Abstand aufhalten, darf an den Wochenenden bis 1 Uhr nachts im Freien bewirtet werden. Dafür müssen Wirte ab 24 Uhr auf eine möglichst weitgehende Lärmreduzierung achten. Bereits ab 22 Uhr ist ihnen das Abspielen von Musik, die im Freien zu hören ist, untersagt.

Keine Getränke To-Go nach 24 Uhr

„Die Ballungen in der Maxstraße haben viel mit dem To-Go-Verkauf von Alkohol zu tun. Er wird im Sinne des Gesundheitsschutzes um 24 Uhr beendet. Die Regelung gilt für alle Arten von Getränken im Bereich in der Innenstadt einschließlich Fugger- und Ludwigstraße sowie in der Jakobervorstadt (Lagepläne in der Beschlussvorlage im Anhang). Für alkoholische To-Go-Getränke wird zudem ein Rückpfand von mindestens zwei Euro pro Verpackung berechnet.

Wie der Ordnungsreferent mitteilt, kontrolliert die Stadt wöchentlich, ob die Maßnahmen greifen. Andernfalls müsse „nachgeschärft“ werden, so Pintsch. Dies könne bedeuten, dass der To-Go-Verkauf noch früher beendet wird.

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