Facebook ist kein rechtsfreier Raum | Mann stellt Hinrichtungsvideo online und wird dafür verurteilt

Heute hat das Augsburger Amtsgericht wieder einmal klar gestellt, dass auch das Internet kein rechtsfreier Raum ist. Ein 29-Jähriger Mann wurde verurteilt, weil er ein Gewaltvideo bei Facebook eingestellt hatte.

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Symbolbild

Immer wieder erreichen grausame Videos aus aller Welt über das Internet auch die Menschen in Mitteleuropa. Auch ein 29-jähriger Mann aus Augsburg wurde auf einen dieser Filme aufmerksam. In einer Spielzeit von fast vier Minuten wurde in diesem die Hinrichtung von Menschen durch islamische Kämpfer gezeigt. „Allahu akbar“ (Gott ist groß)-Rufe und arabische Musik begleitenden die schaurigen Szenen. Der 29-jährige hatte dieses Video, nachdem er es entdeckt hatte auf seinem frei zugänglichen Facebook-Account eingestellt. Während er argumentierte, „nur“ auf das Video aufmerksam machen zu wollen, sah die Staatsanwaltschaft darin eine strafbare öffentliche Gewaltdarstellung und verhängte einen Strafbefehl gegen ihn. 1200 Euro sollte er an die Staatskasse entrichten.

Doch diese wollte der Mann nicht akzeptieren. So wurde der Vorfall nun vor dem Amtsgericht (Vorsitz: Ulrike Ebel-Scheufele) verhandelt. Diese sah den Mann, der im übrigen Deutscher ist, als schuldig im Sinne der Anklage an und erhöhte seine Strafe sogar noch auf insgesamt 1400 Euro.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.