Die Pläne des kommissarischen SPD-Chefs Thorsten Schäfer-Gümbel für eine Wiederbelebung der Vermögensteuer stoßen in der deutschen Wirtschaft auf Ablehnung und Kritik. „Herr Schäfer-Gümbel will jetzt diejenigen, die gerade in den vergangenen Jahren überproportional von der wirtschaftlichen Lage profitiert hätten, extra abkassieren. Er übersieht dabei absichtsvoll, dass exakt diese Gruppe es war, die den maßgeblichen Beitrag dazu leistete, dass die Steuer- und Sozialkassen überbordend gefüllt sind“, sagte Reinhold von Eben-Worlée, Präsident des Verbands „Die Familienunternehmer“, den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ (Samstagsausgaben). Steuerbescheid, über dts Nachrichtenagentur

Der kommissarische SPD-Chef riskiere damit „auch die sorglose Zukunft vieler Arbeitnehmer, die durch die Investitionen der Unternehmer ebenfalls vom Aufschwung profitieren konnten“, so der Verbandspräsident weiter. „Ich kann die SPD nur warnen, sie droht mit Politikansätzen wie diesen endgültig ihre Anschlussfähigkeit an zentrale Teile der deutschen Wirtschaft zu verlieren“, sagte von Eben-Worlée. Es sei „ein Gebot der Fairness“, das mit dieser Deutlichkeit zu einem hinreichend frühen Zeitpunkt auszusprechen.

„Der SPD-Vorschlag atmet den Geist von Unredlichkeit: Wenn es möglich wäre, die bekannten Kollateralschäden einer Vermögensteuer in Bezug auf Betriebsvermögen zu vermeiden, hätten wir längst eine solche Steuer“, so der Verbandspräsident weiter. Ein Lösungsansatz, wie man Vermögen besteuere ohne die Wirtschaft zu beschädigen, sei aber nicht in Sicht. „Andere mit Deutschland vergleichbare Länder haben deshalb aus guten Gründen ihre Vermögensteuer abgeschafft. Wann wacht die SPD aus dieser Illusion endlich auf?“, so von Eben-Worlée.