In Deutschland sind mehr als 1,8 Millionen Kinder und Jugendliche von Cybermobbing betroffen. Das zeigt eine Studie der Techniker Krankenkasse (TK), die am Mittwoch veröffentlicht wurde.

Demnach ist der Anteil der Schüler zwischen acht und 21 Jahren, die nach eigenen Aussagen schon einmal von Cybermobbing betroffen gewesen sind, im Vergleich zur Vorgängerstudie von 2020 zwar leicht gesunken (2020: 17,3 Prozent), stagniert aber auf einem hohen Niveau. Im Jahr 2017 lag der Wert noch bei 12,7 Prozent. Die Pandemie hat das Problem offenbar noch verschärft. So gaben rund sieben von zehn Schülern an (65 Prozent), dass Cybermobbing seit Corona zugenommen hat.

Ähnlich sehen es die Eltern sowie die Lehrer mit jeweils 46 Prozent. „Homeschooling und Kontaktbeschränkungen durch die Coronapandemie haben dafür gesorgt, dass Kinder und Jugendliche noch mehr Zeit online verbringen“, sagte TK-Chef Jens Baas. „Somit werden auch Konflikte häufiger über das Internet ausgetragen.“ Cybermobbing kann laut Studie auch gesundheitliche Folgen haben.

So fühlten sich die Opfer von Cybermobbing vor allem verletzt (58 Prozent), 40 Prozent reagierten mit Wut und ein gutes Drittel (34 Prozent) gab an, verängstigt zu sein. Jeder Sechste (15 Prozent) hat aus Verzweiflung schon mal zu Alkohol, Tabletten oder Drogen gegriffen und fast jeder vierte Betroffene äußerte Suizidgedanken (24 Prozent).

Foto: Computer-Nutzer, über dts Nachrichtenagentur

Fast Jeder Fuenfte Jugendliche Von Cybermobbing Betroffen