Fastentag vor Weihnachten – FC Augsburg und Greuther Fürth trennen sich mit einem torlosen Remis

Drei Punkte wären für beide Teams am letzten Spieltag vor Weihnachten Gold wert gewesen, am Ende reichte es zwischen dem FC Augsburg in Fürth aber nur zu einem leistungsgerechten torlosen Remis.

Fca Lev 1Hz 041

Der FC Augsburg ging aufgrund der Tabellensituation als Favorit in das heutige fränkisch-schwäbische Duell mit dem abgeschlagenen Tabellenletzten Fürth. Die Spielvereinigung zeigte sich zuletzt aber deutlich verbessert, der FCA war gewarnt. Trainer Markus Weinzierl brachte für diese Aufgabe im Vergleich zum Spiel gegen Leipzig fünf neue Spieler in die Startelf. Die Vorzeichen aber klar, Augsburg wollte mit der nominell bestmöglichen Elf drei wichtige Punkte im Abstiegskampf holen.

Eine ereignislose Halbzeit

Die Anfangsminuten gehörte aber den Hausherren, die zuletzt mit einem Heimsieg gegen Union Berlin und einer ordentlichen Partie in Dortmund Selbstvertrauen getankt hatten. Bis zum Strafraum spielte es das Kleeblatt mehrmals recht gefällig, es zeigte aber auch, warum es unten in der Tabelle zu finden ist. Trotz deutlich mehr Spielanteilen in dieser Phase kamen die Franken zu keinen nennenswerten Abschlussmöglichkeiten. Von Augsburg war in der ersten Viertelstunde nur wenig zu sehen, Fürth ließ ihnen nur wenig Raum für Offensivaktionen. Erst nach über zwanzig Minuten war Zeqiri nach einer Hereingabe von Maier erstmals in aussichtsreicher Situation an den Ball gekommen. Bauer konnte den Versuch zum Eckball klären. Beschweren konnte sich Augsburg zu diesem Zeitpunkt aber über den Spielstand nicht. Unmittelbar vor Zeqirs-Aktion hatte Dorsch einem Fürther im eigenen Strafraum das Leder vom Fuß stibitzen müssen, bevor es richtig brennen konnte.

Der FCA übernahm aber nun immer mehr das Ruder und sicherte sich so nun deutlich häufiger den Ball. Wirklich Kapital konnten die Schwaben daraus allerdings nicht schlagen, auch sie haben ihre Probleme vor dem Tor. Es wurde so schließlich das Spiel, dass die Tabellensituation befürchten ließ. Keines der beiden Teams war imstande gewesen, für ein fußballerisches Ausrufezeichen zu sorgen.

Frische Kräfte sorgen nicht für zählbaren Unterschied

Gut zwei Minuten nach dem Seitenwechsel holten die Gäste dieses nach. Hahn war nach einer guten Hereingabe von Iago zum Abschluss gekommen, Borchert klärte mit dem Fuß. Es war der bis dahin beste Spielzug der gesamten Partie gewesen. Doch dabei sollte es dann auch für einige Minuten bleiben. Fürth hatte nun wieder mehr vom Spiel, ohne wirkliche Gefahr auf das Gikiewicz-Tor auszuüben. Vom FCA musste nun mehr kommen, wenn man mit drei weiteren Punkten in die Weihnachtspause gehen wollte. Weinzierl erkannte dies und brachte mit Gregoritsch und Cordova zwei frische Offensivkräfte für die letzte halbe Stunde. Bereits zur Pause hatte Vargas Pedersen ersetzt.

Leidenschaftlich harmlos

Leidenschaft und Willen konnte man keinem der beiden Teams absprechen, was ihnen aber fehlte, war die nötige Kreativität und Kaltschnäuzigkeit, um im Fürther Ronhof einen Bigpoint zu landen. Als Fürths Keeper Borchert weit außerhalb des Strafraums den eingewechselten Bazee abgeräumt hatte, forderten die Augsburger lautstark eine Rote Karte gegen den Schlussmann. Schiedsrichter Stegemann wollte hingegen zuerst ein Ballspiel des Torhüters gesehen haben und hatte diesen auf dem Feld belassen.

Vielleicht wäre für den FCA mit einem Mann mehr gegen die stabile Fürther Defensive noch etwas drin gewesen, so blieb es bis zum Ende bei einem leistungsgerechten torlosen Remis. Eine Punkteteilung, die weder in Franken noch in Schwaben für Beruhigung unter dem Weihnachtsbaum sorgen dürfte. Der FC Augsburg ist seiner Favoritenrolle zu keinem Zeitpunkt gerecht geworden. Hätte man mit einem Sieg ins Tabellenmittelfeld machen können, könnten die fehlenden Punkte in der Endabrechnung noch weh tun.

 

SpVgg Greuter Fürth: Burchert – Meyerhöfer, Griesbeck, M. Bauer, Willems – Christiansen, Seguin, Tillman (71. Dudziak) – Leweling, Nielsen, Hrgota (82. Abeama)

FC Augsburg: Gikiewicz – Gumny, Gouweleeuw, Oxford, Iago – Maier, Dorsch, Caligiuri (73. Bazee), Pedersen (46. Vargas) – Hahn (59. Gregoritsch), Zeqiri (59. Cordova)

Tore:

Gelbe Karten:  Willems | Caligiuri, Oxford (5./nächstes Spiel gesperrt), Iago

Schiedsrichter: Sascha Stegemann (Niederkassel)

Zuschauer:  GEISTERSPIEL