Der FCA kommt im Spiel gegen Wolfsburg nach einem unglücklichen 0:1 Rückstand stark zurück. In einer phasenweise sehr hitzigen Partie fehlt den Schwaben am Ende das nötige Glück, um die Serie von drei Siegen fortzusetzen.

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FC Augsburg mit einem 1:1 Unentschieden in einer kämpferischen Partie gegen den VfL Wolfsburg. Foto: Sebastian Pfister

FCA-Trainer Enrico Maaßen musste beim Versuch, die laufende Siegesserie (1:0 Bremen, 1:0 Bayern, 3:2 Schalke) fortzusetzen, auf Keeper Gikiewicz (Oberschenkel), Berisha (Gelb-Rot) und den verletzten Hahn (Knieverletzung) verzichten. Koubek vertrat Gikiewicz zwischen den Pfosten und Vargas und Jensen rückten ebenfalls in die Startelf auf.

Die personellen Wechsel waren den Schwaben kaum anzumerken. Von Beginn an waren die Hausherren das bestimmende Team und erspielten sich immer wieder vielversprechende Torchancen. Die erste echte Großchance der Partie gehörte dem FCA: Vargas tankte sich bis zur Grundlinie durch und fand Demirovic im Fünfer. Den von Baku abgefälschten Abschluss aus drei Metern konnte VfL-Keeper Casteels mit einem spitzen Reflex gerade noch über die Latte lenken (13.).

Der Nachgeschmack der vergebenen Torchancen wurde umso bitterer als Wolfsburg wie aus dem Nichts mit 1:0 in Führung ging. Gerhardt schloss einen schönen Angriff der Gäste nach Zuspiel von Baku im Fünfmeterraum souverän ab und schob zur Führung ein (27.). Wolfsburg kam nach dem Treffer besser ins Spiel und die Zweikämpfe wurden immer verbissener geführt. Folgerichtig schritt Schiedsrichter Siebert mit einer ersten Gelben gegen Gerhardt ein, der Iago böse auf den Fuß getreten war. Die Emotionen kochten immer weiter hoch und nach einem Foulspiel von Augsburgs Bauer an Marmoush, welches mit Gelb geahndet wurde, kam es zu heftigen Wortgefechten und Rudelbildungen auf dem Platz. In der Folge wurden insgesamt drei weitere Spieler (Gouweleeuw, Gruezo und Otavio vom VfL), VfL-Trainer Kovac und FCA-Manager Stefan Reuter mit Gelb verwarnt. Bitter: Gouweleeuw und Bauer fehlen dem FCA nach der jeweils 5. Gelben Karte im Spiel in Köln. Dass es für Gouweleeuw nur Gelb gab, war dabei sogar Glück im Unglück. Der Niederländer hatte Otavio regelrecht im Würgegriff. Ohne weitere Karten ging es dann nach dreiminütiger Nachspielzeit mit dem 0:1 in die Pause.

Der Pausentee beruhigte die Gemüter ein wenig und der Ball rückte wieder in den Mittelpunkt. Den besseren Start hatten aber die Wölfe: Baku brachte die Kugel von der Grundlinie gefährlich vor das Tor und Koubek rettete stark gegen Nmechas Kopfball und dessen Nachschuss. Das Spiel war jetzt deutlich besser und es gab Chancen auf beiden Seiten. Die Augsburger hatten insbesondere nach Standards immer wieder gute Chance und eine Ecke ging auch dem 1:1 Ausgleich voraus. Gouweleeuw kam zum Abschluss und der Ball prallte von van de Ven vor Gumnys Füße, der aus sechs Metern das Leder unter die Latte zimmerte (55.).

„Wir haben uns gewehrt und uns in der zweiten Halbzeit zurückgekämpft“ | Die Stimmen zum 1:1 des FCA gegen Wolfsburg

Der FCA war jetzt wieder am Drücker und hätte nach Chancen von Vargas (59.), Gouweleeuw (63.), und Iago (66.) in Führung gehen können. Die Wölfe taten wenig nach vorn und dem FCA war die Gier auf den zweiten Treffer anzumerken. Das Glück fehlte den Schwaben allerdings im Abschluss und letztendlich konnten sie sich auch bei Ersatzkeeper Koubek bedanken, der die wenigen Abschlüsse der Niedersachsen fehlerfrei parierte.

Die Schwaben kamen nach dem Rückstand stark zurück, dennoch ist die Siegesserie nach dem 1:1 gegen den VfL gerissen.

FC Augsburg:  Koubek – Gumny, Bauer, Gouweleeuw, Iago – Gruezo, Rexhbecaj, Vargas (67. Pedersen), F. Jensen (87. Caligiuri) – Niederlechner, Demirovic

VfL Wolfsburg: Casteels – R. Baku, Lacroix, van de Ven, Paulo Otavio – Arnold, F. Nmecha, Gerhardt, Wimmer, Kaminski – Marmoush

Tore: 0:1 Gerhardt (27.); 1:1 Gumny (55.)

Gelbe Karten: Bauer, Gruezo, Gouweleeuw, Iago, Caligiuri, Reuter (Manager) | Kovac (Trainer), Otavio, Gerhardt, Guilavogui

Schiedsrichter: Daniel Siebert (Berlin)