AbstiegsKAMPF! | FC Augsburg holt dank frühem Niederlechner-Treffer wichtigen Auwärtssieg in Mainz

Das war wichtig! Niederlechner traf in der ersten Spielminute für den FC Augsburg, der Rest war Kampf bis zum Schlusspfiff. Mit dem 1:0 in Mainz gelang dem FCA ein enorm wichtiger Sieg in Richtung Klassenerhalt.

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Felix Uduokhai (FC Augsburg) im Zweikampf mit Jean Philippe Mateta (FSV Mainz 05)
Foto: Neis / Eibner/Pool

Mit einem Blick auf die Tabelle war schon vor dem Spiel klar. Bei vier Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz zählten für den FCA in Mainz im Abstiegskampf nur Punkte. In diesem „Endspiel“ gegen den direkten Konkurrenten vom Rhein brachte Herrlich erstmals nach seiner Verletzungspause Abwehrchef Gouweleeuw für Jedvaj von Beginn an ran.

Niederlechner trifft nach über 857 Minuten wieder

Die erste Aktion des Spiels fand aber auf der anderen Seite des Feldes statt. Nur 43 Sekunden waren gespielt als Gruezo einen Einwurf in den Mainzer Strafraum befördert zum dort lauernden Niederlechner beförderte. Der Angreifer bugsierte den Ball mit einem Schuss aus der Drehung heraus zur frühen Führung ins Tornetz. 857 Minuten musste der beste Augsburger Torschütze auf seinen 12. Saisontreffer warten, dann war es aber gleich einer der Kategorien „sehenswert“ und „wichtig“. Wie wichtig sollte sich 94. Spielminuten später zeigen. „Es war ein unglaublich gutes Gefühl! Letzte Woche war ich noch der Depp, diese Woche bin dich der Held. Das ist das Schöne im Fußball“, zeigte sich Niederlechner nach der Partie erleichtert.

Das Tor spielte dem FCA in die Karten. Mainz 05 musste nun kommen, bekam aber vom FCA über weite Strecken kaum den Platz, um sinnvolle Aktionen herauszuspielen. Nach gut zwanzig Minuten mussten die Hausherren dann den nächsten Dämpfer hinnehmen. Awoniyi musste verletzt vom Feld getragen werden. Bei einem Kopfballduell mit Uduokhai knallte die Leihgabe vom FC Liverpool mit dem Kopf auf das Spielfeld und blieb bewusstlos liegen. Auch nach der knapp vierminütigen Verletzungsunterbrechnung sollte sich am Spielverlauf nichts Grundlegendes ändern.

Mainz kann optisches Übergewicht nicht nützen

Augsburg überließ es den 05ern das Spiel zu machen, doch genau damit taten sich diese mehr als schwer. Erst zum Ende der ersten Spielhälfte konnte Mainz die deutlichen Feldvorteile in gute Torchancen ummünzen. Gouwelleuw musste Öztunali mit einer starken Grätsche im Strafraum am Abschluss hindern, der Abpraller kam zu Quaison der den Ball am erneut starken Luthe scheiterte. Wenig später musste der Schlussmann sich bei einem Kopfball von Mateta nochmals kräftig strecken. Der Ausgleich wäre zu diesem Zeitpunkt sicher nicht unverdient gewesen. Während es rund um den eigenen Strafraum nun regelmäßig brannte, kam vom FCA kam in der Offensive nun gar nichts mehr.

Das war ein AbstiegsKAMPF

Daran sollte sich auch nach dem Seitenwechsel erstmal wenig ändern. Mainz war das aktivere Team, Augsburg hatte reichlich damit zu tun, die Führung zur verteidigen. Erst nach einer guten Stunde meldeten sich die Fuggerstädter wieder einmal vor Müller an. Nach einem Konter brachte Sarenren Bazee den Ball zu Vargas, der die Vorentscheidung nur knapp verpasste (60.). Für Sarenren Bazee war anschließend ebenso Schluss wie für Richter. Herrlich brachte mit Finnbogason und Hahn frische Kräfte für die Offensivabteilung. Diese wurden auch dringend benötigt. Mainz hatte, ohne zwingend zu sein, deutlich mehr vom Spiel. Richtig frischer Wind wehte aber auch nach den Wechseln nicht durch die Augsburger Reihen. Für den FCA wurde das Spiel mit zunehmender Spieldauer immer mehr zu einem echten Abstiegskampf. Es gab kaum mehr Entlastung, der Strafraum musste verteidigt werden, und dies gelang.

„Das Ziel war drei Punkte, das haben wir geschafft“ | Die Stimmen zum FCA-Sieg in Mainz

Am Ende wird es allen in rot-grün-weiß egal sein. Der FC Augsburg erkämpfte sich einen enorm wichtigen Sieg und drei Punkte, die am Ende den Klassenerhalt bedeuten können. Wie groß die Erleichterung nach dem Spiel war zeigte Augsburgs bester Spieler. Torhüter Luthe umarmte Schiedsrichter Fritz,  nachdem der ihm den Ball mit dem Schlusspfiff abgenommen hatte. „Es war ein großer Schritt. Am Mittwoch ist ein wichtiges Spiel zuhause gegen Hoffenheim, da wollen wir den entscheidenen Schritt zum Klassenerhalt machen“, so der ebenso glückliche Torschütze Niederlechner nach dem Spiel bei Sky.

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1.FSV Mainz 05:  Müller – Mwene , St. Juste , Niakhaté , Brosinski – Barreiro (65. Boetius) , Latza (76. Fernandes) , Öztunali (76. Szalai) , Quaison,  Awoniyi (23.Onisowo)- Mateta

FC Augsburg: Luthe – Framberger (70.Jedvaj) , Gouweleeuw , Uduokhai , Max – Khedira , Gruezo (78.Oxford), Sarenren Bazee (62.Hahn),  Richter (62. Finnbogason), Vargas – Niederlechner (70.Löwen)

Tore:  0:1 Niederlechner (1.)

Gelbe Karten: Barreiro, Fernandes |Uduokhai, Gruezo, Sarenren Bazee, Framberger

Schiedsrichter: Marco Fritz (Korb)

Zuschauer: „Geisterspiel“, keine Zuschauer zugelassen