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Sandhausen machte es Caligiuri und Kollegen schwer | Foto: Dominik Mesch

Im letzten Test vor dem Trainingslager gab es für den FC Augsburg gegen den SV Sandhausen in Zusmarshausen ein 1:1. Einige junge Gewinner gab es auf Augsburger Seite dennoch.

Bevor es am Sonntag in das Trainingslager nach Tirol geht, stand für den FC Augsburg noch ein Test in der Heimatregion an. In Zusmarshausen (Landkreis Augsburg) trat die Mannschaft von Neu-Trainer Enrico Maaßen gegen den Zweitligisten SV Sandhausen an.

Gegen den Vorjahres-Vierzehnten aus Liga 2 tat sich der FCA gerade in der ersten Halbzeit recht schwer sich in aussichtsreiche Positionen zu spielen. Alois Schwartz hatte das Team aus der Kurpfalz bestens eingestellt. „Man hat schon gesehen, dass sie in der Vorbereitung weiter sind, als wir“, musste auch Maaßen nach der Partie eingestehen. Immer wieder waren die Schwaben zu Seitenwechseln und langen Diagonalbällen gezwungen, echte Torchancen kamen so natürlich nicht zustande. Während es allerdings im Fußballunterhaus für den SVS bereits am kommenden Wochenende gegen Arminia Bielefeld um Punkte geht, steht seine Mannschaft erst am Anfang der Vorbereitung.

Junge Spieler sorgen für frischen Wind

Für die 1:0-Pausenführung benötigte Augsburg einen von Caligiuri flach ins linke untere Eck versenkten Freistoß aus rund 20 Metern (37.). Wenig später war für einen Großteil der Startelf mit dem Pausenpfiff auch „Schichtende“, erneut wollten die Augsburger möglichst vielen Spielern Einsatzzeiten geben. Einige der frischen, jungen Kräfte konnten die Möglichkeit nützen und sich weiter für einen Platz im Bundesliga-Kader aufdrängen. Gerade Mbila und Zehnter wussten zu überzeugen. Diese beiden konnten sich ebenso wie Kücüksahin, Koudossou und Gruber durch ihre Leistungen in den letzten Tagen einen Platz im Trainingslager sichern. Zu einem Sieg über Sandhausen konnten aber auch diese beiden nicht beitragen. Knapp sechs Minuten vor dem Ende konnte Matej Pulkrab für die Weiß-schwarzen ausgleichen, dabei sollte es an diesem frühen Freitagabend auch bleiben, die letzte gute Gelegenheit vergab Niederlechner wenig später. Der Versuch des Angreifers landete an der Latte. Den überwiegend jungen Zuschauern war dies egal, sie machten sich nach der Partie auf die Jagd nach Autogrammen und Selfies mit ihren Idolen aus „der Stadt“.

Sonntag geht es ins Trainingslager

Trotz des ersten Remis in dieser Vorbereitung zeigte sich auch FCA-Coach Maaßen nach der Partie nicht unzufrieden. „Ich finde wir hatten gute Ballbesitzphasen, auch das Umschalten nach Ballverlust war heute sehr gut. Wir hatten viele Chancen. Ich bin zufrieden“. Im Trainingslager wartet auf ihn und seine Truppe allerdings noch reichlich Arbeit. Bleibt zu hoffen, dass der Kader dann ein Stück weit mehr zusammen ist, als er es noch am Freitagabend war. Während Dorsch (nach Verletzung wieder voll im Mannschaftstraining) und Neuzugang Demirovic (aus Freiburg) dann voll mittrainieren können, muss das neue Trainergespann auch eine „Trainingsgruppe 2“ mit einigen angeschlagenen Kräften und Rekonvaleszenten (u.a. Vargas, Oxford, Götze, Maier, Lasse Günther) bilden. Vielleicht wird man in Tirol aber auch auf das ein oder andere ganz neue Gesicht im Trikot mit der Zirbelnuss treffen. Es ist ein offenes Geheimnis, dass der FC Augsburg sich noch nach Verstärkung für den Angriff, das zentrale Mittel und ggf. für die Außenbahn umsieht.

Der nächste FCA-Test steigt am Mittwoch, 13. Juli, (18.00 Uhr) gegen Dynamo Budweis in Kössen bevor es zum Abschluss des Camps am Sonntag, 17. Juli, (16.00 Uhr) in Wattens gegen Al Duhail SC geht.

FC Augsburg:  Gikiewicz, Pedersen, Gouwelleuw, Gruezo, Pepi, Udoukhai, Caligiuri, Iago, Bauer, Jensen, Hahn |Klein, Gumny, Niederlechner, Winther, Günther, Framberger, Malone, Zehnter, Koudossou, Kücüksahin, Mbila

SV Sandhausen : Dreews, Dumic, Kinsombi, Höhn, Zenga, Diekmeier, Kutucu, Bachmann, Trybull, Okorji | Rehnen, El-Zein, Pulkrab, Ochs, Ajdini, Ritzmaier, Diakhite, Sicker, Esswein, Schwab, Ganda

Tore: 1:0 Caliguiri (37.), 1:1 Pulkrab (84.)

Zuschauer: ca. 2.000