FC Augsburg | Trainer und Mannschaft vor Spiel in Leipzig unter Druck

Der Druck beim FC Augsburg steigt. Nach zuletzt sechs Niederlagen aus acht Spielen steht auch Trainer Heiko Herrlich zunehmend unter Druck. Heute geht es zum starken Tabellenzweiten Leipzig, kein gutes Vorzeichen für eine Besserung.

Die Aufgaben werden für den FC Augsburg gerade nicht leichter. Bereits heute geht es für den FCA zum Tabellenzweiten Leipzig. Es ist bereits das dritte Aufeinandertreffen mit den Sachsen in dieser Saison. Gerade beim Pokal-Duell kurz vor Weihnachten hatte Augsburg eine ganz schwache und ängstliche Figur abgegeben. Eine extrem defensive Startaufstellung hatte schon vor dem Spiel gegen Mut vermissen lassen. Die Partie verlief dann auch entsprechend. Leipzig demontierte die Schwaben regelrecht, die überforderten Augsburger waren mit dem 0:3 am Ende noch gut bedient.

Rührt Herrlich wieder Beton an?

Wenn es nach sechs Niederlagen aus den letzten acht Spielen gegeneinander um Punkte geht, sollte mehr Selbstvertrauen an den Tag gelegt werden. FCA-Cheftrainer Heiko Herrlich wird es allerdings wohl wieder mit einer stark defensiven Grundidee versuchen. „Wichtig ist, dass wir die Mitte verbinden, aus einer guten Kompaktheit verteidigen und solange wie möglich zu Null bleiben.“ , so Herrlich auf der Pressekonferenz zum Spiel. Trotz des längerfristigen Ausfalls von Linksverteidiger Iago ist deshalb auch heute wieder ein Defensivbollwerk in der Startelf zu erwarten. Ob dies genügen wird, um gegen die spielstarken Rasenballer etwas Zählbares zu holen bleibt abzuwarten.

Autorität des Trainers angekratzt

Mit einer weiteren Niederlage und einem weiteren ideen- und mutlosen Vorstellung würde auch die Position des Trainers, trotz aller Treueschwüre von Manager Stefan Reuter, weiter geschwächt. Herrlich gibt bereits jetzt zu Protokoll, dass seine Autorität durch die Kritik von außen angekratzt sein könnte. Dass seine Mannschaft zuletzt gegen Wolfsburg schon zwanzig Minuten vor dem Ende nicht mehr bereit war auf ein eigenes Tor zu drängen, kritisierten Manager und Trainer. Für einen Beobachter von außerhalb ist diese Einstellung kein gutes Zeichen. Nicht nur deshalb muss das Team heute im bitterkalten Leipzig (bis zu -18 Grad erwartet) eine Reaktion zeigen. Nur mit Mut und vollem Einsatz kann man gegen den Champions League-Anwärter mit der besten Abwehr die Chance auf einen eigenen Treffer und damit Punkte hoffen. Eine Niederlage heute ist möglich, es hängt aber vom Auftreten der Mannschaft und der Spielweise ab, ob Herrlichs Position wieder stabiler wird. Der Druck wächst, nicht nur beim Blick auf die Tabelle.

Die voraussichtliche Aufstellung

Gikiewicz – Gumny, Gouweleeuw, Uduokhai, Pedersen – Strobl, Gruezo – Caligiuri, Benes, Hahn – Niederlechner