Heute war es also da, das Spiel auf das Augsburg zwei Monate lang hin gefiebert hatte. Der FCA traf in der UEFA Europa League auf den Liverpool FC. Er machte seine Sache gut und verdiente sich gegen das Team von Jürgen Klopp ein torloses Unentschieden.

Foto: Andreas Klein
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Die Vorzeichen waren vor dem heutigen Spiel in der Europa Leauge ganz klar. Auf der einen Seite der FC Augsburg als Neuling in dieser Saison auf das internationale Parkett gestartet, auf der anderen Seite der achtmalige europäische Titelträger aus Liverpool. Augsburgs Trainer Markus Weinzierl hatte für dieses „Superspiel“ (Weinzierl) so manche Überraschung im Gepäck. Neben dem zuletzt drei Monate verletzten Werner kehrte mit Altintop ein weiterer Routinier zurück in die Startaufstellung. Gerade sein Einsatz darf getrost als Überraschung bezeichnet werden. Das letzte Mal war er im November letzten Jahres gegen Stuttgart in der Bundesliga eingesetzt worden.

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Nach einer sehenswerten Choreografie der Augsburger Fans („Schwenkt eure Fahnen für den FCA“) waren es die Hausherren, die in der ersten Hälfte mehr vom Spiel hatten. Die mit der besten Elf angetretenen Engländer benötigten einigen Anlauf, bis auch sie in der Partie angekommen waren. Oft ließen sie den FCA gewähren und taten sich gegen die gut gestaffelte Augsburger Defensive recht schwer. Erst nach einer Viertelstunde konnten die Reds sich etwas besser in Position bringen. Gerade in dieser Phase kam es für die Schwaben ganz bitter. Nach einem eher harmlosen Zweikampf mit Alberto Moreno musste Raul Bobadilla verletzt vom Feld. Für den mit bisher sechs Europa League-Treffern gefährlichsten Angreifer der Schwaben kam Caiuby in die Partie. Auch von diesem Nackenschlag ließen sich die Rot-grün-weißen nicht aus dem Konzept bringen und zeigten sich weiter mit einem schnellen Umschaltspiel mutig in der Offensive. Auch wenn es für Kepper Mignolet erst bei zwei Gelegenheiten durch Esswein und Werner kurz vor der Pause erstmals richtig gefährlich wurde, war Liverpools-Teammanager Jürgen Klopp  zu diesem Zeitpunkt nicht mit der Vorstellung seiner Mannschaft einverstanden.