FCA mit 0:0 und zahlreichen Verletzten im Testspiel gegen Crystal Palace

Am heutigen Nachmittag traf der FC Augsburg im Rahmen des Fan- und Familienfestes auf den Premier League-Club Crystal Palace. 

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Jan Morávek und Raul Bobadilla mussten mit Knieverletzungen vom Platz. | Foto: Sebastian Pfister

Die „Eagles“ waren erst im letzten Jahr wieder in die höchste englische Spielklasse aufgestiegen und konnten sich mit dem 11. Platz einen Rang im gesicherten Mittelfeld der Tabelle sichern. Gegen diesen durchaus ernstzunehmenden Gegner fehlten Trainer Markus Weinzierl mit Philp, Feulner, Esswein und Hong einige Spieler aus seinem (gesetzten) Kader, am Ende sollten noch weitere „Zugänge für das Krankenlager“ hinzukommen. Auch Ostrzolek fehlte aufgrund von „Adduktorenproblemen“ (Zitat Ostrzolek). Dafür war Kapitän Paul Verhaegh nach seinem aufgrund der WM verlängerten Urlaubs wieder zurück in der Startelf. Trotz der Ausfälle und Umstellungen reichte es gegen sehr defensiv stehende Engländer zu einem 0:0.

In einer gefälligen Anfangsphase versuchten beide Teams nach vorne zu spielen. Die erste nennenswerte Aktion hatten die Hausherren durch einen Distanzschuss von Daniel Baier. Der Versuch des Mittelfeldantreibers ging allerdings am von Speroni gehüteten Palace-Tor vorbei. Obwohl auf beiden Seiten noch nicht alles gelang, konnte man als Zuschauer schon in diesen frühen Spielminuten erste Erkenntnisse aus diesem Spiel gewinnen. Der FC Augsburg wird weiter frisch und frech angreifen und auch ein Nachfolger für Andrè Hahn scheint gefunden. Und das im eigenen Nachwuchs! Der knapp 20-jährige Erik Thommy ist ein im Vergleich mit dem zu Mönchengladbach gewechselten Hahn ein eher kleiner und schmächtiger junger Mann, doch er weiß durch seine Dribblings und Ballsicherheit zu überzeugen. Er könnte von der Verletzung von Esswein profitieren und der große Gewinner der Saisonvorbereitung sein.

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Thommy war dann auch die nächste größere FCA-Chance vorbehalten. Aus 10 Metern scheiterte er allerdings an Speroni (25.). Wenige Augenblicke zuvor hätten aber auch die Gäste aus London in Führung gehen können. Doch der von Cardiff City gekommene Frazier Campbell konnte Hitz im Tor der Gastgeber mit seinem Kopfball nicht überwinden. Nach einigem Leerlauf wollten es die Spieler nun doch noch vor der Pause wissen. Doch auch der nächste Versuch von Neuzugang Tim Matavz schwirrte aus 6 Metern über das Tor. Und als Tobias Werner nach einer mustergültigen Flanke von Thommy es per Kopf versuchte, hatten die Augsburger unter den rund 11.000 Zuschauern den Torjubel schon auf den Lippen, doch auch ihm blieb das Erfolgserlebnis verwehrt (32.). Die Rot-grün-weißen machten nun Druck und rückten weit auf. Dies eröffnete dem Gegner bei einem schnellen Gegenzug Räume. In der 35. Spielminute hätte Puncheon dies beinahe genützt. Er hatte erkannt, dass Hitz zu weit vor seinem Tor stand. Von Klavan bedrängt verzog er übereilt über das Gehäuse.

Welchen Stellenwert der junge Erik Thommy in dieser Mannschaft bereits jetzt hat, zeigte die Tatsache, dass fünf Minuten vor der Pause einige Spieler beratschlagen, wer einen Freistoß aus 30 Metern ausführen darf. Es ist das Talent, das selbstbewusst draufhaut und nur knapp über das Tor schießt. Ein anderer FCAler sorgte kurz vor der Pause für den negativen Höhepunkt der ersten Hälfte. Jan Moravek verletzte sich und musste mit einer Knieverletzung vom Feld getragen und direkt ins Krankenhaus gefahren werden. „Ich hoffe nicht, dass es das Kreuzband ist. Es gibt auch noch einige andere Knieverletzungen, die nicht ewig, aber schon noch lange dauern. Es sieht aber nicht gut aus.“, so FCA-Coach Weinzierl nach dem Spiel.

Zu Beginn der zweiten Hälfte brachte  Weinzierl vier neue Akteure. Durch diese Änderungen kam der FC Augsburg aber nicht aus dem Tritt und war weiter das spielbestimmende Team. Mit Bobadilla zeigte sich einer der neuen bereits Sekunden nach dem Wiederanpfiff. Er setzte sich gekonnt gegen zwei Palace-Spieler durch und brachte den Ball im Strafraum zu de Jong. Augsburgs Linksverteidiger scheiterte aber an Speroni, der zur Ecke klären konnte. Auch die nächste Großchance hatte der Argentinier mit einem Schuss von der Strafraumgrenze, doch auch dieses Mal scheiterten die Fuggerstädter an den tollen Reflexen seines Landsmannes im Palace-Tor.  Die erste Chance vom „CPFC“ im zweiten Durchgang konnte der Keeper in der 68. Minute bewundern. Einen Freistoß aus rund 20 Metern schoss der wenige Minuten zuvor eingewechselte Bannan an den rechten Torpfosten. Hitz wäre wahrscheinlich ohne Abwehrchance gewesen. Weitere vier Minuten später lag der Ball dann doch im Netz, doch der ebenfalls erst eingewechselte Gayle stand bei seinem Abschluss im Abseits.

Mitten in dieser ersten etwas druckvolleren Phase der sehr defensiven und eher schwachen Eagles  dann die nächste Schreckensnachricht für den FC Augsburg. Rund 20 Minuten nach seiner Einwechslung musste der Angreifer Bobadilla schon wieder ausgewechselt werden. Auch bei ihm sieht alles nach einer Knieverletzung aus. Für ihn kam  Mathias Fetsch, der in der letzten Rückrunde an Energie Cottbus ausgeliehen war. Und als hätten sie nicht schon genug angeschlagene Spieler, musste nur wenig später auch Innenverteidiger Callsen-Bracker angeschlagen das Feld verlassen.  Da sonst nicht mehr viel geschah, blieb es am Ende bei einem gerechten Unentschieden.

Für den FC Augsburg steht am kommenden Wochenende die 1. DFB-Pokal-Hauptrunde beim 1. FC Magdeburg an, zuvor wird noch der Rasen in der heimischen Arena ausgetauscht. Die Spielfläche wird samt Untergrund am Montag abgetragen und erneuert, damit zum ersten Heimspiel gegen Borussia Dortmund wieder alles „bundesligatauglich“ ist.

FC Augsburg: Hitz – Verhaegh (46. Reinhardt), Klavan, Callsen-Bracker (81. Framberger), de Jong (74. Mölders)-  Baier- Moravek (46. Kohr) – Thommy (46. Parker), Altintop (74. Djurdjic), Werner (60. Caibuy) – Matavz (46. Bobadilla/77. Fetsch)

Tore:  Fehlanzeige
Schiedsrichter: Dietz (Kronach) Gelbe Karten:  keine– Jedinak,
Zuschauer: 10.907

Alle Fotos von Presse Augsburg-Fotograf Sebastian Pfister.