Die FDP hat die Bundesregierung angesichts der UN-Zahlen zur Tötung von Zivilisten durch Regierungstruppen in Afghanistan aufgefordert, den Bundeswehr-Einsatz in dem Land zu überprüfen. „Der Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan muss dringend evaluiert werden“, sagte die verteidigungspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Überprüft werden müsse unter anderem, ob die Ausbildung der Sicherheitskräfte ausreichend sei, ob sie verändert oder sogar beendet werden müsse. fdp-fordert-ueberpruefung-des-afghanistan-einsatzes-der-bundeswehr FDP fordert Überprüfung des Afghanistan-Einsatzes der Bundeswehr Politik & Wirtschaft Überregionale Schlagzeilen 2019 Afghanistan Alexander Angriffe Ausbildung Bundesregierung Bundeswehr CDU Einsatz Einsätze Es FDP Gefahr gestorben IS Koalition Linkspartei Luftwaffe Neu OB Opfer Schutz SPD Taliban Tötung USA verhalten Verletzter von der Leyen | Presse AugsburgBundeswehr-Soldat, über dts Nachrichtenagentur

„Zentraler Bestandteil der Ausbildung muss sein, dass der Schutz der Zivilbevölkerung Vorrang hat.“ Auch der verteidigungspolitische Sprecher der SPD, Fritz Felgentreu, sagte: „Entscheidend ist, dass die afghanischen Streitkräfte sich dem Schutz der Zivilbevölkerung verpflichtet wissen. Dazu bildet die Bundeswehr sie aus.“

Das Verteidigungsministerium müsse klären, wie viel zivile Opfer es im Aufgabenbereich der Bundeswehr im Norden des Landes gebe, sagte er dem RND. Die Linkspartei warf Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) vor, Opferzahlen zu verschweigen. Das Ministerium „weigert sich seit Beginn des Einsatzes die Zahl verletzter oder getöteter Zivilisten dem Parlament zur Verfügung zu stellen“, sagte der Linken-Verteidigungspolitiker Alexander Neu dem RND. „Die abenteuerliche Begründung ist, es sei methodisch schwierig, zivile Opfer zu beziffern.“ Offenbar versuchten die Regierungstruppen gerade, so viel Territorium wie möglich zu erobern. „Dabei bleibt der Schutz von Zivilisten noch mehr auf der Strecke als bislang. Inwiefern die Bundeswehr darauf Einfluss hat, ist unklar“ Die Bundeswehr und das Ministerium seien hier in Mitverantwortung.