FDP-Schatzmeister Christ: Ampel-Koalition ist nicht realistisch

Der Schatzmeister der FDP, Harald Christ, steht einer Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP skeptisch gegenüber. Christ, der Ende 2019 aus der SPD ausgetreten war, sagte zu RTL/ntv, dass er die handelnden Personen auf Seite der SPD zwar gut kenne und die Verhältnisse auch von „Vertrauen geprägt“ seien. Allerdings betonte Christ: „Man kennt sich lange, aber ich kann mir auf der derzeitigen programmatischen Basis nicht wirklich vorstellen, dass eine Ampel-Koalition realistisch ist.“

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Bild von Kevin Schneider auf Pixabay

Der FDP-Politiker sagte mit Blick auf mögliche Sondierungsgespräche zwischen u.a. FDP und SPD nach der Bundestagswahl: „Ich gehe zum jetzigen Zeitpunkt gar nicht davon aus, dass es diese Gespräche geben wird, weil wir nach wie vor darauf setzen, dass die CDU am Wahltag vor der SPD liegen wird.“

Christ warnte wiederum vor „Verboten, Regulierungen und Erhöhungen“ mit Blick auf das Programm der SPD und führte aus: „Da gibt es grundlegende Unterschiede. Man muss ehrlich sagen: Das SPD-Wahlprogramm ist näher an dem der Linken, als dass es überhaupt nur in die Nähe unserer Programmatik kommt.“ Die SPD wolle „eine reine Umverteilungspolitik zu Lasten der Wirtschaft und zu Lasten des Mittelstandes“, so Christ. Zudem seien mit der FDP „Steuererhöhungen nicht machbar.“

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Christ sagte, dass er ein Bündnis mit der Union favorisiere: „Unser Kandidat in dem Fall ist Armin Laschet. Mit dem wollen wir eine Regierung bilden, wie wir das auch in Nordrhein-Westfalen bereits erfolgreich in der schwarz-gelben Koalition machen.“