Die FDP will einheitliche Standards für Abitur und Mittlere Reife in Deutschland. Man wolle Schluss machen mit dem „schulpolitischen Flickenteppich in Deutschland, der immer mehr zur Belastung von Schülern, Lehrern und Eltern wird“, heißt es in einem Positionspapier, welches die FDP-Bundestagsfraktion auf ihrer Klausurtagung ab dem 4. September beschließen will und über welches das „Handelsblatt“ berichtet. Es sei höchste Zeit, um mit „bundesweiten Abschlussprüfungen für die Mittlere Reife und das Abitur für mehr Chancengleichheit zu sorgen“.

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Es könne nicht sein, dass „Schulabschlüsse und die Voraussetzungen, sie zu erreichen, nicht vergleichbar sind“, sagte Katja Suding, Vize-Fraktionsvorsitzende und Bildungsexpertin der FDP, dem „Handelsblatt“. Schließlich habe selbst das Bundesverfassungsgericht 2017 ein „länderübergreifendes Vergleichbarkeitsdefizit der Abiturnoten“ gerügt. In einem ersten Schritt fordert die FDP ein bundesweites Kernabitur in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik.

Denn nur für diese Fächer haben die Kultusminister bereits bundesweites Standards vereinbart. Solche Standards müssten nun jedoch für alle Fächer eingeführt werden – und dann auch für die Mittlere Reife. Schließlich müsste die Bewertung der Leistungen in der gesamten Oberstufe vereinheitlicht werden. Langfristig halten die Liberalen an ihren Ziel fest, den Einfluss des Bundes im Schulwesen durch eine weitere Grundgesetzänderung zu stärken.

In einem „modernen Bildungsföderalismus im 21. Jahrhundert“ müsse der Bund einheitliche Standards fördern, die Länder ihre Systeme innerhalb dieser gemeinsam vereinbarten Standards gestalten und „die Schulen vor Ort größtmögliche Freiheit haben, wie sie diese Standards erreichen“, so Suding.