Der ehemalige Gastronom und Festwirt Charly Held ist heute im Alter von 83 Jahren verstorben. Mit ihm verliert Augsburg eine Institution. So kannte und schätzte den Erfinder der „Rammerl-Maß“ eigentlich fast jeder Augsburger, und das nicht nur wegen dem gern getragenen Gamsbart-Hut.

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Foto: Privat

Der am 13. Februar 1931 in Innungen geborene Kaspar „Charly“ Held war ursprünglich Schreinermeister. Doch dabei blieb es nicht: „Als Schreiner hatte ich die ganze Zeit Gaststätten eingerichtet. Also dachte ich mir: Ich bin offen und gastfreundlich – warum sollte ich nicht selbst in die Gastronomie wechseln?“, sagte er sich einst.

Kurz darauf eröffnete er mit Hilfe seiner Mutter den „Weißenburger Hof“ in Pfersee. Später verwandelte er den Siedlerhof im Bärenkeller in einen legendären Live-Club. Dem folgte das Charly Bräu am Oberhauser Bahnhof.

Ab 1976 folgte die Festwirt-Ära mit dem Bärenbergl, dem Ami-Volksfest und natürlich dem Plärrer. Immer an seiner Seite war dabei auch seine Ehefrau Hanni, die er 1953 heiratete. Das Schaller-Zelt führt bereits seit 1998 Sohn Dieter mit seiner Familie fort. Doch auf dem Volksfest wird er genauso fehlen, wie der ebenfalls in diesem Jahr verstorbene Festwirtskollege Alois Binswanger.

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Vor dem Tod hatte Charly Held nicht die geringste Angst. „Ich bin froh um jeden Tag, den mir der Herrgott schenkt. Und wenn es soweit sein sollte, schau ich in den Himmel und sag‘ artig Danke für all das Gute,was er mir im Leben gewährt hat.“, sagte er noch vor 3 Jahren bei den Feierlichkeiten zu seinem 80. Geburtstag.

Besonders stolz war Held auf seine bayerische Heimat. Ihr zu Ehren gründete er den Verein „Die Königstreuen Augsburger und Freunde König Ludwigs II“, deren Ehrenpräsident er war.