Ein Feuer im Kirchenschiff des Ingolstädter Liebfrauenmünsters verursachte heute am frühen Nachmittag einen Sachschaden, der auf ca. 100.000 Euro beziffert wird. Personen wurden nicht verletzt.

Am Montag, 22.07.19 gegen 13:00 Uhr ging bei der Integrierten Leitstelle Ingolstadt der Notruf über einen Brand im Liebfrauenmünster ein. Als die zahlreich alarmierten Feuerwehreinsatzkräfte am Einsatzort in der Kreuzstraße eintrafen, fanden sie ein stark verrauchtes Kirchenschiff vor. Nachdem zuvor Zeugen des Brandes bereits Löschversuche unternommen hatten, gelang es der Feuerwehr nun unter Einsatz von Atemschutz rasch die Flammen zu löschen.

Unmittelbar nachdem die notwendige Entlüftung des Kircheninneren durch Spezialgeräte der Feuerwehr abgeschlossen war, begannen die Brandfahnder der Kriminalpolizei Ingolstadt mit den Untersuchungen zur Brandursache. Nach ersten Feststellungen entstand das Feuer im Bereich einer Seitenkapelle des Münsters. Ein wertvolles Gemälde und zwei Kirchenbänke nahmen unmittelbar durch Auswirkungen des Feuers erheblichen Schaden. Zudem dürften Rußschäden entstanden sein, deren Umfang derzeit noch nicht endgültig bewertet werden kann. Erste vorsichtige Schätzungen der Schadenshöhe belaufen sich auf ca. 100.000 Euro. Als Ergebnis der an der Brandstelle gewonnenen Erkenntnisse und von Zeugenaussagen gehen die Brandermittler davon aus, dass ein Defekt an stromführenden Leitungen zur Entstehung des Brandes geführt hat. Anhaltspunkte für eine vorsätzlich Brandlegung bestehen nicht.