Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger zur möglichen Schließung des Einzelhandels und dessen Folgen für die betroffenen Unternehmen: „Es besteht Einigkeit, dass wir das Infektionsrisiko weiter eindämmen müssen. Dazu brauchen wir gezielte Maßnahmen, die in ihrer Wirkung anders als ein Lockdown nicht nur zeitlich befristet wirken. Einen besseren Schutz in den Alten- und Pflegeheimen durch FFP2-Masken für Besucher und Schnelltests haben wir auf den Weg gebracht. Ich bin davon überzeugt, dass zudem die konsequente Nutzung von FFP2-Masken im Handel und im ÖPNV das Infektionsrisiko nochmal deutlich minimieren würde. Denn es stellt sich die Frage, wie es nach einem Lockdown weitergeht. Sollte es trotzdem zu einem härteren Lockdown kommen, brauchen wir eine bundesweite Kraftanstrengung. Der Handel darf in dieser Situation natürlich nicht auf dem Schaden sitzenbleiben. Deshalb müssen wir vorher wissen, wie viel Geld der Handel benötigen wird und wie die Abwicklung im Detail läuft. Schließlich müssen alle Maßnahmen auch finanzierbar sein.“

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Symbol-Bild von Antonio Cansino auf Pixabay

Allgemeine gesetzliche Betriebsschließungen in den Weihnachtsferien hält Aiwanger nicht für zielführend: „Die allermeisten Betriebe, die in den nächsten Wochen zusperren können, werden diese Möglichkeit ohnehin nutzen. Es gibt aber Unternehmen in Branchen wie der Industrie oder im Lebensmittelsektor, die Teil von präzise getakteten Liefer- und Produktionsketten sind. Hier ist eine Schließung nicht ohne weiteres möglich, ohne größere Verwerfungen zu verursachen.“