Der deutsche Filmregisseur Michael Verhoeven ist tot. Er ist am 22. April im Alter von 85 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben, wie seine Familie bekanntgab.
Filmminister Dr. Florian Herrmann: „Mit Michael Verhoeven verliert Bayern einen großen Filmemacher. Nach dem Krieg aufgewachsen in München, war er ein cineastisches Multitalent als Schauspieler, Autor, Regisseur und Produzent. Schon in jungen Jahren wirkte er als Schauspieler in „Das fliegende Klassenzimmer“ und „Der Pauker“ mit. Mit seiner Serienproduktion „Die schnelle Gerdi” sorgte er für populäre Fernsehunterhaltung. Bestimmendes Thema seines über Jahrzehnte erfolgreichen Schaffens war aber die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und dem Terror der Kriegsjahre, allem voran mit „Die Weiße Rose“ und „Das schreckliche Mädchen“. Dabei war er als Filmemacher unabhängig, kritisch und künstlerisch kompromisslos. Seine klare Positionierung gegen den Nationalsozialismus ist leider heute wieder aktueller denn je. Für seine herausragenden Leistungen als Filmschaffender wurde Simon Verhoeven im Jahr 2002 mit dem Bayerischen Verdienstorden und 2006 mit dem Ehrenpreis des Bayerischen Filmpreises geehrt. 2016 gewann er den Bayerischen Filmpreis als Beste Produktion für „Willkommen bei den Hartmanns“ gemeinsam mit Max Widemann, Quirin Berg und Simon Verhoeven. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie. Bayern wird ihm immer ein ehrendes Andenken bewahren.“

