Finanzplan für Privathaushalte – wie geht das?

Die private Finanzplanung ist genauso wichtig wie die Finanzplanung in einem Unternehmen. Im Privaten geht es nicht um Unternehmensziele, sondern vielmehr um Träume und Wünsche, um Ziele und das Sicherheitsbedürfnis der einzelnen Familienmitglieder. Mit einem Finanzplan lassen sich Ziele leichter erreichen, Bedürfnisse besser identifizieren und vor allem die finanziellen Weichen für die Zukunft stellen. Grundsätzlich geht es dabei um die Einnahmen und Ausgaben eines Haushalts, um den Vermögensaufbau, Reserven, Versicherungen und auch die Altersvorsorge.

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Abbildung 1: Klare Ziele sind wichtig, auch bei der Finanzplanung für die nahe und für die ferne Zukunft. | Foto:Pixabay

Den privaten Finanzplan erstellen

Um einen privaten Finanzplan zu erstellen, ist es zunächst wichtig, die Ausgangslage zu betrachten. Wie sieht die Situation aktuell aus? Welche Risiken bestehen derzeit? Wie ist es möglich, die Einnahmen abzusichern? Wie sehen die Pläne für die Zukunft aus? Wie lassen sich diese Ziele mit den vorhandenen Mitteln erreichen?

Mithilfe eines Finanzplans können Familien ihre Ausgaben besser kontrollieren und sie können ihren Haushalt bestmöglich absichern. Wer Hilfe dabei braucht, die Risiken abzusichern oder überhaupt seine Situation zu analysieren, kann sich an einen Experten wenden, beispielsweise die Finanzberater von Swiss Life Select.

Wozu ist ein Haushaltsplan gut?

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Der erste Schritt ist immer eine Analyse. Die Analyse der Ist-Situation in Bezug auf die Finanzen geht am einfachsten mithilfe einer Gegenüberstellung der Einnahmen und der Ausgaben. Daran ist leicht ersichtlich, welche Kosten jeden Monat zu stemmen sind und wo das Geld jeden Monat hinfließt. Wichtig ist auch, sich über die eigenen Schulden im Klaren zu sein. Als Ergebnis der Analyse zeigt sich der Betrag, der nach Abzug aller Kosten noch zum Sparen übrigbleibt. Ein Haushaltsplan kann dabei helfen, das Budget wieder in den Griff zu bekommen.

Risiken absichern

Das ist eine ganz wichtige Frage. Welche Risiken bestehen und wie lässt sich das Einkommen absichern, wenn der Verdiener nicht mehr dazu in der Lage ist zu arbeiten. Das kann durch Krankheit passieren oder einen Unfall, aber auch durch Kurzarbeit oder den Verlust des Arbeitsplatzes.

Im Kern geht es darum zu eruieren, wie sich dieses existenzielle Risiko sinnvoll absichern lässt und welches finanzielle Polster notwendig ist. Experten raten dazu, mindestens drei Monatsgehälter auf der Seite liegen zu haben, und zwar so deponiert, dass der Zugriff jederzeit möglich ist, beispielsweise auf einem Tagesgeldkonto. 

Ziele definieren

Der nächste Schritt besteht darin, Ziele zu definieren. Das kann die finanzielle Freiheit sein, eine Weltreise, ein Haus oder auch ein hoher Lebensstandard im Alter.

Die verschiedenen Ziele lassen sich in Zeithorizonte einteilen, kurz-, mittel- und langfristig, beispielsweise für die nächsten 2, 10 und 20 Jahre.

Mithilfe welcher Maßnahmen sind diese Ziele mit den vorhandenen Mitteln erreichbar?

Mit realistischen Sparraten und den passenden Finanzprodukten, lassen sich die verschiedenen Ziele erreichen. Wichtig ist immer, dass die Anlageklasse zu den finanziellen Bedürfnissen passt und auch zielführend ist.

Wer sich beispielsweise dafür entscheidet, eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen, muss die Berufsunfähigkeitsrente so wählen, dass sie im Bedarfsfall hoch genug ist, um gut davon leben zu können. Wer sich für eine private Altersvorsorge entscheidet, muss sich in etwa ausrechnen, wie viel Rente später gezahlt wird. Außerdem ist es sinnvoll, die Rentenlücke genau auszurechnen, also die Lücke zwischen gesetzlicher Rente und dem früheren Arbeitseinkommen. 

Tipps für Geld und Beziehungen

Wenn eine Beziehung ernster wird und beispielsweise ein gemeinsamer Haushalt das nächste Ziel ist, ist es wichtig, sich im Vorfeld auch über das Thema Geld und Finanzen zu unterhalten. Dabei gilt: je eher, desto besser. Wenn jeder die finanziellen Wünsche und Vorstellungen des anderen kennt, kommt es nicht so leicht zu Konflikten rund um dieses Thema. 

Dabei ist Ehrlichkeit sehr wichtig. Für viele ist die finanzielle Situation des Partners ein ernstes Thema, beispielsweise wenn Schulden bestehen. Das sollte offen geäußert werden, um später böse Überraschungen zu vermeiden.

Was viele unterschätzen, jedoch ein sehr großer Liebesbeweis ist, ist die gegenseitige Förderung der finanziellen Unabhängigkeit. Dabei gibt es ganz verschiedene Möglichkeiten,sich gegenseitig zu unterstützen, beispielsweise dem Partner für den nächsten großen Karriereschritt den Rücken freihalten, bewusster mit dem vorhandenen Geld umgehen oder Rücklagen für das Alter bilden. Davon profitieren am Ende beide und vor allem auch die Beziehung.

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Wenn aus der ersten Verliebtheit eine langfristige Partnerschaft wird, hilft es, gemeinsam für eine solide finanzielle Basis zu sorgen. Das Mindeste, um für Notfälle abgesichert zu sein, ist ein Notgroschen in Höhe von drei Monatsgehältern. Dafür eignet sich ein Tagesgeldkonto am besten. Um das zu erreichen, und mit der Investition in Vorsorge zu beginnen, ist es zunächst sinnvoll, die Einnahmen und Ausgaben gegenüberzustellen.

Durch das Sparen auf ein gemeinsames Ziel kann die persönliche Beziehung weiter wachsen. Es kann sogar sehr romantisch sein, gemeinsam auf den ersten großen Urlaub zu sparen. Denn Paare, die ein Vorhaben teilen, haben eine größere Bindung und doppelte Freude, wenn Sie Ihr Vorhaben am Ende tatsächlich gemeinsam realisieren können.

Fazit – der private Finanzplan ist äußerst nützlich

Der private Finanzplan ist eine große Hilfe bei der Planung der Finanzen. Er richtet sich an lebensweltlichen Fragen aus. Es geht um die Bedürfnisse, Träume und Wünsche für das eigene Leben und wie sie sich realisieren lassen.