Finnbogason führte den FC Augsburg bei seinem Comeback mit drei Treffern zum 4:1 Sieg gegen Freiburg

Der FC Augsburg kann wieder auf seinen Top-Stürmer bauen. Bei seinem Comeback erzielte Alfred Finnbogason drei Treffer und führte die Fuggerstädter zu einem mehr als verdienten 4:1-Erfolg gegen den Sport-Club Freiburg.

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Foto: Sebastian Pfister

Der frisch genesene Alfred Finnbogason, der für Andrè Hahn in die Startelf rückte, feierte gegen die Breisgauer nach überstandener Verletzungspause sein Comeback. Neben Hahn fanden sich im Vergleich zur Partie in München auch Framberger und Moravek auf der Bank, für sie rückten Schmid und Richter in die Anfangsformation. Die Fuggerstädter kamen gut in die Partie: Zu Beginn hatten sie an die 70% Ballbesitz und mehrere hochkarätige Chancen. Caiubys Schuss aus 16m und zentraler Position konnte Schwolow aber ebenso parieren (4.), wie Caiubys Schlenzer vom rechten Strafraumeck (15.) und Richters Abschluss aus kürzester Distanz (18.). Kurz vor Richters Chance ging bereits ein Raunen durch die Arena, als eine prima getimte Flanke von Richter knapp über Caiubys Kopf ins Toraus ging (16.). Oft ist es so, dass sich zu viele ausgelassene Torchancen rächen. Diesmal nicht. Richter flankte wie Minuten zuvor auf den am zweiten Pfosten lauernden Caiuby und der Brasilianer köpfte zum überfälligen Führungstreffer für die Hausherren ein (19.). Der FCA lief die Breisgauer auch nach dem 1:0 weiter früh an und die Gäste fanden kein Mittel gegen die gut sortierten Augsburger. Das gefährlichere Team waren  die Schwaben, für die Rückkehrer Alfred Finnbogason mit einem wunderschönen Hackentor das 2:0 markierte (34.). Mit dem Treffer kann er sich Chancen auf das Tor des Monats ausrechnen. Gregoritsch bediente den auf rechts mit nach vorne geeilten Gouweleeuw, dessen flache Hereingabe der Isländer mit der Hacke im langen Eck unterbrachte.

Einen echten Tiefschlag gab es dann abseits des Platzes als nach und nach durchsickerte, dass es auf der Tribüne wegen eines Herzinfarktes zu einem Notarzteinsatz gekommen war. Die Fans bewiesen Einfühlungsvermögen und stellten den aktiven Support vorerst ein. Zwei Chancen vor der Pause von Finnbogason (45. + 45. +1) gerieten dabei zur Nebensache.

In der zweiten Halbzeit waren erst Sekunden gespielt als Gregoritsch das 3:0 erst auf dem Fuß (Schlenzer aus 20m), und dann nach der folgenden Ecke auf dem Kopf hatte (46.). Statt der Vorentscheidung gab es aber kurz darauf ein kurioses Eigentor von Schmid zum Anschlusstreffer für Freiburg. Der Franzose wurde vom auf der Linie liegenden Hinteregger bei einem Rettungsversuch angeschossen, und die Kugel sprang von Schmids Knie zurück ins eigene Tor (49.). Äußerst unglücklich dieser Gegentreffer. Der Sport-Club schöpfte jetzt Morgenluft und die Schwaben mussten sich von dem Tor erst mal erholen. Der Support der FCA- und Sport-Club-Fans setzte im Verlauf der zweiten Halbzeit wieder ein, nachdem der Verletzte Zuschauer mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus transportiert werden konnte. Gute Besserung. Unterstütz durch die Fans bekam der FCA wieder mehr Linie ins Spiel und Gregoritsch hatte in der 62. Minute das 3:1 auf dem Fuß. Sein Schuss ging aber knapp über das Tor von Schwolow. Einen Schuss von Richter parierte Schwolow wenig später dann so, dass Finnbogason an den Ball kam und die Freiburger ihn nur noch mit einem Foul stoppen konnten. Schiedsrichter Kampka entschied sofort auf Strafstoß und der gefoulte netzte vom Punkt zum 3:1 ein (68.).

In der 77. Minute ging es vor Luthe wieder ähnlich kurios zu wie beim 1:2 der Freiburger, diesmal konnte Hinteregger den Ball aber aus dem Getümmel mit dem Knie zur Ecke klären. In der 83. Minute fiel dann die endgültige Entscheidung als der eingewechselte Andrè Hahn zunächst an Schwolow scheiterte, um anschließend Alfred Finnbogason das 4:1 aufzulegen (83.). Kapitän Baier durfte bei dem Spielstand unter Standing-Ovations den Rasen verlassen und Felix Götze bekam etwas Einsatzzeit. Augsburg spielte die Partie souverän zu Ende und belegt mit nun 8 Zählern den achten Platz in der Tabelle.

FC Augsburg: Luthe – Schmid, Gouweleeuw, Hinteregger, Max – Baier (85. Götze), Khedira – Richter (75. Hahn), Gregoritsch (70. Koo), Caiuby – Finnbogason

Sport-Club Freiburg: Schwolow – Lienhart (46. Gondorf), Gulde, Heintz, Günter – Koch, Höfler – Frantz, Sallai, Terrazzino (46. Waldschmidt) – Niederlechner (76. Kleindienst)

Tore: 1:0 Caiuby (19.); 2:0 Finnbogason (34.); 2:1 Schmid (49. ET); 3:1 Finnbogason (68. FE): 4:1 Finnbogason (83.)

Gelbe Karten:  | Höfler

Schiedsrichter: Dr. Robert Kampka (Mainz)